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Zwischen Wahn und Wirklichkeit – Leben mit psychisch erkrankten Angehörigen

Der Fall des offenbar psychisch erkrankten Mannes aus Königsborn hat auf unserem Portal hohe Wellen geschlagen. Viele Menschen berichteten uns, von dem Mann belästigt, beleidigt oder angegriffen worden zu sein. Erst heute wurden wir informiert, dass der Mann eine Bäckereiangestellte angegriffen habe.

Ohne Partei für den mutmaßlichen Täter ergreifen zu wollen, möchten wir jedoch einmal so gut es geht die andere Seite beleuchten: Was ist mit den Erkrankten selbst? Und was ist mit den Familien? Denn auch für die Angehörigen ist es nicht einfach.

Wie ist beispielsweise das Leben mit einer schizophrenen Mutter? Unsere Redakteurin hat eine Frau interviewt, deren Mutter psychisch erkrankte, als sie noch ein Kind war. Manuela erzählte vom schwierigen Leben als Angehörige, was das für das Familienleben bedeutete und wie ihr Verhältnis zur Mutter heute ist, wo sie selbst ein Kind hat.

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Kommentare (5)

  • petter uhlenbusch

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    Warum darüber reden? Jeder Mensch, der für die Allgemeinheit eine (besondere? Gefahr darstellt gehört von dieser Gemeinschaft abgesondert. Den Befindlichkeiten, der Angehörigen der (möglicherweise) erkrankten Täter/innen sollte nicht unser Hauptinteresse gelten. Opfer -vor Täterschutz… ich hoffe das zumindest die neue CDU/FDP Landesregierung hier für immer Fakten schafft.

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  • Anette Kaufmann

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    Die Entmenschlichung schreitet voran! Ein derartiger Kommentar zeigt, wie verhärtet die Seele inzwischen sein muβ! Traurig!

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  • Malcolm T.

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    Ich halte den Kommentar von „petter uhlenbusch“ ebenfalls für unpassend, denn diese Erkrankung kann JEDEN treffen! Soll man erkrankte Mensche ausgrenzen, nur weil sie krank sind? Damit würde man es sich überaus einfach machen und man käme auch nicht seiner menschlichen Verpflichtung nach Mitgefühl und Hilfe nach, ohne die ein Gemeinwesen nicht existieren kann. Wäre ein Ausgrenzen nicht eher ein Handeln, welches an das Tierreich erinnert? Kranke werden sich selbst überlassen, während die Herde weiter zieht ….

    Wahrscheinlich würden die gesunden Menschen auch nicht ablehnend reagieren, würde der Staat zeitnah einschreiten und adäquate Hilfe für den Erkrankten sicherstellen (auch unter der Maßgabe der Langfristigkeit gegen den Willen des Kranken). Der Bürger geriete dadurch nicht in einen Bereich, in welchem er über Selbstschutz / -hilfe nachdenken muss. Die Problematik hierzulande ist meiner Ansicht nach darin zu suchen, dass sich der Staat (Gesetzgebung) bei der frühzeitigen (evtl. dauerhaften) Einweisung in eine geschlossene Heilanstalt (selbstverständlich verbunden mit medizinischer Behandlung) ungemein schwer tut. Natürlich ist eine Einweisung an besonders hohe gesetzliche Anforderungen gebunden, was ich auch für überaus richtig erachte. Allerdings gab es in vorliegendem Fall innerhalb kurzer Zeit mehrere körperliche Angriffe auf Menschen und das muss in Zukunft durch ein früheres Einschreiten des Staates (Änderung oder Verschärfung der gesetzlichen Möglichkeiten) verhindert werden.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, das sehen wir genauso. Es ist leider – besonders bei Erkrankungen, bei denen der Betroffene keinerlei Krankheitseinsicht hat – äußerst schwierig. Dennoch ist da ein Verbesserungsbedarf, nicht einmal immer „nur“ im Sinne der Gesellschaft, es würde sicher auch vielen Erkrankten besser gehen.

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  • Dieter Hornemann

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    Am Abend des 24.07.17 hat eine Gruppe an der Bushaltestelle vor dem Unnaer Rathaus einen jungen Mann zum Spaß halb tot geschlagen und getreten.
    Die Täter waren bestimmt nicht alle psychisch krank.
    Sollen die Täter jetzt auch alle lebenslang in Zellen gesperrt und zwangsbehandelt werden, Herr Petter Uhlenbusch? Oder sollen nur vermeintlich oder tatsächlich psychisch kranke Täter so hart gemaßregelt werden?

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