Rundblick-Unna » Zwillingsmutter will Verdi wegen Streik verklagen – Mittwoch Elterndemo

Zwillingsmutter will Verdi wegen Streik verklagen – Mittwoch Elterndemo

Der Streik der Mitarbeiter in Erziehungs- und Sozialberufen ist in die vierte Woche eingetreten – und das wollen sich betroffene Eltern nicht länger bieten lassen.

In Dortmund will eine Zwillingsmutter die Gewerkschaft Verdi auf Schadenersatz verklagen, da die städtischen Kitas seit nunmehr einen Monat streikbedingt geschlossen haben. Dies koste die Eltern nicht nur Nerven, sondern zum Teil auch viel Geld. Die empörte Mutter rief am Montag auf dem Dortmunder Friedensplatz eine Elternversammlung ein und möchte eine Sammelklage erreichen.

Für morgen (3. Juni) ist vor dem Dortmunder Rathaus ein großer Protest gegen die inzwischen vierwöchige Schließung der städtischen Kitas geplant. Der sehr rege Stadtelternrat hat für den Nachmittag zur Demonstration aufgerufen, da dann der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie tagt. Die Eltern wollen die Lokalpolitiker lautstark auf die Belastung der Kinder und Eltern im Streik aufmerksam machen.

Die Beschäftigten in Kitas, städtischen Jugend- und Senioreneinrichtungen und dem offenen Ganztag fordern über ihre Gewerkschaft Verdi deutlich mehr Geld und damit mehr Anerkennung für ihre wichtige soziale und gesellschaftliche Arbeit. Im Kreis Unna sind seit drei Wochen die Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) in Fröndenberg, Bönen und Holzwickede geschlossen sowie auch die Jugendtreffs, die der Kreis dort unterhält. Städtische Kitas gibt es vor allem in Schwerte und Bergkamen, nicht in Unna. Dort wurde dennoch am vorletzten Freitag eine Protestdemo vor der Bürgerhalle des Rathauses abgehalten, wo an den Forderungen für die Erziehungs- und Sozialberufen buchstäblich niemand vorbeikam.

Streik Verdi Erzieher

Bessere Bezahlung für unverzichtbare Arbeit: So lautet im Kern die Forderung der Gewerkschaft Verdi für die Mitarbeiter in Sozial- und Erziehungsberufen. Hier auf unserem Bild zeigen sie vor der Bürgerhalle des Unnaer Rathauses Flagge. Ihr Streik geht heute in die vierte Woche. Vielen Eltern reicht es jetzt allerdings. Sie protestieren ihrerseits, da sie nicht mehr wissen, wie sie noch länger die Betreuung ihrer Kinder regeln sollen.

Kommentare (7)

  • Fabian Palm via Facebook

    |

    Sollten mal lieber die Arbeitgeber verklagen, die sich nicht rühren. Streik ist ihr gutes Recht.

    Antworten

  • Merye Ma via Facebook

    |

    Ich kann beide Seiten gut verstehen

    Antworten

  • Jutta Bernotat via Facebook

    |

    Bessere Bezahlung sollte endlich geregelt werden. So geht das nicht weiter.

    Antworten

  • Helmut Brune

    |

    Einen ganzen Monat lang streiken ist auch ziemlich Lange. Arbeitgeber schalten auf Stur und tun nichts und die betroffenen Eltern erleiden den Schaden. Nicht wirklich Demokratisch.

    Antworten

  • Elea Eluanda via Facebook

    |

    Richtig. Eine gewisse Zeit bestimmt. Aber jetzt wird es so langsam kritisch. Denn es wird a d Rücken der Kinder ausgetragen, die mittlerweile schon fragen ob sie so frech waren, das sie nicht mehr in den Kiga dürften

    Antworten

  • Jama To via Facebook

    |

    So anstrengend sei der Job das einfache Mutter denn ausüben können! Das hat vor allem Aachener Kindertagesstätte bewiesen!
    Wann Streiken die, dass für eine Stundenlohn gerade 8.50 € bekommen? Sind Die nicht jetzt auch mal daran für Harte Arbeit belohnt zu werden!!!!!!

    Antworten

  • Kerstin Richert via Facebook

    |

    Wieviel Millionen wurden grad noch für diesen dämlichen G7 Gipfel verblasen??? Aber für wichtige Dinge nix locker machen

    Antworten

Kommentieren