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Zweite Warnung: Angestellte Lehrer streiken am Donnerstag erneut

Der zehnminütige Fähnchen- und Trillerpfeifenmarsch durch den Kreishaus-Kreisel war am vorigen Donnerstag ein unüberseh- und unüberhörbares Warnzeichen der angestellten Lehrer. Mehr als 200 tariflich beschäftigte Lehrkräfte gingen ganztags in den Warnstreik und demonstrierten in Unna für eine gerechte/re Bezahlung (Rundblick berichtete). Landesweit traten nach Angaben der Gewerkschaft GEW über 5000 Lehrerinnen und Lehrer in den Streik.

Das beeindruckte die Arbeitgeber bisher wenig. Deswegen erhöht die Lehrergewerkschaft jetzt ihren Druck. Übermorgen, wieder am Donnerstag, wird erneut gestreikt.

Diesmal sind alle angestellten Pädagogen aufgerufen, zur Demonstration in die Landeshauptstadt Düsseldorf mitzufahren. Denn Bildung ist bekanntlich Ländersache. In der NRW-Hauptstadt sitzen die Verantwortlichen für die aus Sicht der Lehrer ungerechte Tarifpolitik an den Schulen.

Lehrerstreik GEW

„Gerecht geht anders“, betont die GEW in ihrem Streikaufruf. „Bildung ist MehrWert!“ Forderungen  sind 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 175 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die GEW kämpft zudem für ihre Hauptforderung einer gerechten Entgeltordnung für Lehrkräfte (L-EGO). Außerdem will sie die geplanten Einschnitte in der Altersversorgung abwenden. „Hände weg von unserer Rente!“

Die Tarifverhandlungen gehen am 16. März in die dritte Runde. Die Gewerkschaft will die Arbeitgeber weiter unter Druck setzen und klar zu machen, „dass es endlich an der Zeit ist, die Beschäftigten der Länder besser zu bezahlen“. Deswegen rufen GEW, ver.di, GdP und auch der Deutsche Beamtenbund (dbbb) zusammen am 12. März zum ganztägigen Warnstreik und zur Teilnahme an der Demo in Düsseldorf auf.

Zur Erinnerung: Die verbeamteten Lehrer streiken nicht. Sie dürfen gleichwohl Vertretungsunterricht in durch den Streik verwaisten Klassen verweigern und sich in diese Klassen lediglich als Aufsicht setzen.

Zur Gerechtigkeit in den Lehrerzimmern: Verbeamtete Lehrkräfte bekommen monatlich netto bis zu 500 Euro mehr als ihre angestellten Kollegen, die die gleiche Arbeit machen. Zudem verfügen sie als Pensionäre über eine deutlich höhere Altersversorgung.

Unser Link zum Streikbericht in Unna: http://rundblick-unna.de/wenn-lehrer-streiken-stehen-alle-raeder-still-ueber-200-pauker-legten-heute-den-kreisel-lahm/

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