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Zweifache Vergewaltigung an Ruhr-Uni: 11 Jahre Haft

 Nach langem beharrlichen Schweigen gab er alles zu. Für 11 Jahre muss ein 32 jähriger Asylbewerber aus dem Irak wegen zweifacher Vergewaltigung hinter Gitter. Das Bochumer Landgericht sprach am heutigen Dienstag das Urteil.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Flüchtling im vergangenen Jahr auf dem Gelände der Ruhr-Universität (RUB) zwei brutale Vergewaltigungen verübt hat. Beide Opfer waren chinesische Studentinnen.

Eine der Frauen hatte der Mann bei dem Angriff stranguliert und fast erwürgt. Im WDR wird die 22-Jährige mit folgender Zeugenaussage zitiert: „Ich habe gedacht, dass ich sterben muss.“ Die junge Frau musste für ihre Aussage eigens noch einmal aus China anreisen.

Auf die Spur des Täters führte die Ermittler ein Foto des Täters.

Rückblick auf unseren Bericht vom 6. Dezember 2016:

Er ist 31 Jahre alt, Iraker, verheiratet, hat 2 Kinder und lebt seit Ende 2015 als Asylbewerber in Deutschland. Und er soll die beiden Vergewaltigungen im August und November nahe der Ruhr-Uni Bochum begangen haben. Heute haben Staatsanwaltschaft und Polizei in Bochum Einzelheiten zu dem Mann bekannt gegeben, der gestern unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden war (wir berichteten am Abend kurz vorab).

Dass die Taten von Anfang August und Mitte November beide vom selben Täter begangen wurden, ergab laut Staatsanwaltschaft eindeutig ein Abgleich der DNA-Spuren. Wie der WDR heute Mittag aus der Pressekonferenz in Bochum berichtete, soll der Lebensgefährte einer der beiden missbrauchten Frauen den gestern verhafteten Mann zufällig in der Nähe des Orts bemerkt haben, an dem am 16. November die chinesische Studentin vergewaltigt wurde. Weil der Mann auffällig zu dem Phantombild passte, das die Polizei nach der Vergewaltigung veröffentlichte, fotografierte der Zeuge ihn mit seinem Handy und zeigte das Foto der Polizei.

Die Spur führte dann in eine nahe Flüchtlingsunterkunft, wo den Ermittlern bei Vorlage des Handyfotos sofort die Identität des gesuchten Mannes genannt wurde. DNA-Untersuchungen erbrachten danach das eindeutige Ergebnis, dass der irakische Asylbewerber beide Vergewaltigungen verübt haben soll.

Heute wurde gegen den Familienvater Haftbefehl erlassen. Neben Vergewaltigung und Körperverletzung muss er sich wegen versuchten Mordes, Freiheitsberaubung und Raub verantworten. Es wird laut Staatsanwaltschaft noch überprüft, ob er über noch für weitere Taten in Frage kommt.

(Zur Erläuterung der Vorwürfe: Die 21jährige Studentin, die Anfang August Opfer einer versuchten Vergewaltigung wurde, erlitt bei dem Übergriff schwere Verletzungen. Das 27 Jahre alte Opfer vom 16. November wurde vergewaltigt. Beide jungen Frauen stammen aus China.)

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

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    Wer sowas tut, verdient die strengste Strafe überhaupt.

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  • Michael

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    Gefängnis? Da wo er her käme wäre es Gefängnis . Hier kommt er als geheilt und guter Führung sowieso früher wieder raus.

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