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Zwei verletzte Kinder, 30 000 Euro Schaden – Alkohol im Spiel

Drei Verletzte – zwei davon Kinder – über 30 000 Euro Sachschaden und ein alkoholisierter Unfallbeteiligter, der möglicherweise den Crash verursacht hat. Geschehen heute Nacht auf der A1 in Höhe Unna. Die Aussagen der Beteiligten und Zeugen sind nach Information der Dortmunder Polizei noch „recht widersprüchlich“.

Es passierte um 29 Minuten nach Mitternacht auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen, Höhe Unna-Zentrum. Eine 31-jährige Frau aus Borghorst/Kreis Steinfurt fuhr ihrem Pkw Nissan auf der mittleren der drei Fahrspuren; mit im Auto saßen ihre beiden kleinen Töchter, elf Jahre und zehn Monate alt, sowie einee 23-jährige Bekannte.

Kurz vor der Anschlussstelle Unna-Zentrum bemerkte die 31-Jährige plötzlich von hinten einen Aufprall. Der Nissan drehte sich durch die Wucht einmal um die eigene Achse, bevor er stehenblieb. Nach Angaben weiterer Zeugen war ein nachfolgender VW Golf auf den Nissan aufgefahren. Dessen Fahrer – ein 48-jähriger aus Hamm – schildert den Unfall gegenüber der Polizei aber ganz anders: Er behauptet, ein Lkw mit Hänger sei auf den Nissan geprallt. Zum Zusammenstoß sei es gekommen, als der Lkw-Fahrer vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen wechselte und offenbar den Platz zum vorausfahrenden Nissan zu knapp bemaß. Dummerweise soll der Lastwagenfahrer nach dem Aufprall einfach weitergefahren sein, behauptet der Golffahrer, jedenfalls kann dieser Unbekannte derzeit nichts zur Aufklärung des Unfallhergangs beitragen.

Nicht wirklich für die Glaubwürdigkeit des 48-Jährigen aus Hamm spricht allerdings, dass er sich alkoholisiert ans Steuer gesetzt hatte: Dies ergab ein positiver Alkoholtest, nachdem die Beamten am Unfallort Alkoholgeruch festgestellt hatten. Konsequenz für den Golffahrer: Er musste sich eine Blutprobe entnehmen lassen und ist fürs Erste seinen Führerschein los.

Die beiden kleinen Mädchen, die im Nissan saßen, wurden vorsorglich zunächst zur Untersuchung und ambulanter Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

 

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