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Zuschussfrage zur Lindenbrauerei bleibt bis Dezember offen

Keine Zuschuss-Erhöhungen in der Haushaltssicherung 2015 und 2016, für niemanden. Diese strikte Spar-Order des Kämmerers gilt damit auch für die Lindenbrauerei. Zugleich kann das Kulturzentrum damit rechnen, dass es seinen bisherigen Zuschuss in Höhe von 199 000 Euro jährlich weiter erhält; denn Karl-Gustav Mölle hat auch gesagt: An den bisherigen Zuschüssen werde nicht gerüttelt. Und da keine Fraktion die Lindenbrauerei über die Klippe springen lassen wird, stehen die Chancen gut, dass sie zukünftig zusätzliches Geld erhält, dass die Stadt durch eine Aufgabe der „Summertime“-Reihe einspart.

Bislang hat die Lindenbrauerei ihren Wirtschaftsplan fürs kommende Jahr noch nicht vorgelegt. Im Kulturausschuss am Dienstagabend – ein letztes Mal von den am Mittwoch so plötzlich verstorbenen Michael Hoffmann geleitet – einigten sich die sieben Ratsfraktionen darauf, die Finanzierungsfrage der Lindenbrauerei erst nach den Haushaltsklausuren aller Fraktionen abschließend zu beantworten. Als einzige ist bisher die SPD in Klausur gegangen (Rundblick berichtete).

Die CDU wird es am ersten Novemberwochenende tun – für ihre Beratungen ist es nicht ungünstig, dass vorher noch die öffentliche Bürgerversammlung zum Haushalt in der Stadthalle anberaumt ist. Diese findet Mittwoch, 5. 11. statt (ab 18 Uhr), drei Tage später geht die CDU in Klausur. Da könne man, nickt Parteisprecher Rudolf Fröhlich, gewiss noch das eine oder andere Input für die eigenen Entscheidungen mitnehmen.

Rund 25 000 Euro jedes Jahr könnte die Stadt aus dem Kulturfachbereich zur Lindenbrauerei abzweigen, wenn sich die Politik tatsächlich dazu entschließt, die Reihe „Summertime“ aufzugeben. Diese eingesparte Summe würde sie direkt ans Kulturzentrum weiterleiten.

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Die Summertime-Reihe der Kulturbetriebe einzusparen (im Bild das Plakat zum Theaterstück „Alles meins“ von August 2011) würde jährlich 25 000 Euro freisetzen, die der Lindenbrauerei zufließen könnten.

Für die künftige Finanzierung von Unnas sozio-kulturellen Zentrums wird es vor allem aber entscheidend sein, in welchem Maße es selbst – und in welchem Zeitraum – die Sparvorschläge des externen Gutachters umsetzt. Der Wirtschaftsexperte hatte vor ca. einem Jahr eine gründliche Bestandsaufnahme im Kulturzentrum vorgenommen. Sparpotenziale von insgesamt rund 50 000 Euro hatte er ausgemacht und der Lindenbrauerei ins Buch geschrieben.

Viele dieser Vorschläge hat das Lindenbrauerei-Team inzwischen umgesetzt, hauptsächlich durch engere Zusammenarbeit und Synergien mit dem städtischen Kulturfachbereich und der Stadthalle. Die Politik mahnt indes auf gänzliche Erledigung der „Hausaufgaben“ in naher Zeit. Denn der Haushaltsplanentwurf soll mitsamt Haushaltssicherungskonzept für 2015 und 2016 Ende November beschlossen werden

 

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