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Zum Fotografieren auf Gleisen spaziert: Unnaer provoziert Streckensperrung

Mutwillig in Lebensgefahr begab sich gestern ein „Hobbyfotograf“ aus Unna auf den Bahngleisen in Holzwickede. Er erzwang damit eine halbstündige Streckensperrung. Die Bundespolizei berichtet kopfschüttelnd über dieses haarsträubende Verhalten eines erwachsenen 22jährigen Mannes.

Ein Zeuge informierte die Polizeileitstelle Unna am Sonntagmittag über einen Mann, der auf den Gleisen der Bahnstrecke Holzwickede herumspazierte. Daraufhin ließ die Bundespolizei die Bahnstrecke umgehend sperren.

Einsatzkräfte suchten den Bereich ab und konnten in den Bahnanlagen an der Karlsstraße einen 22-jährigen Mann aus Unna entdecken. Was er um Himmels willen dort gewollt habe? „Fotos schießen“.

Eingehend wurde er die tödlichen Gefahren dieser Frezeitbeschäftigung aufgeklärt. Er hat nun Ungemach am Hals in Form eines Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts im Gleisbereich. Die Strecke musste für eine halbe Stunde (von 13:15 bis 13:43 Uhr)  gesperrt werden.

Achtung – die Bundespolizei warnt vor Betreten der Gleisanlagen!

Eigene Vorsicht – bester Unfallschutz! Die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen und Bahnübergängen bestehen, werden aus bundespolizeilicher Erfahrung zumeist unterschätzt. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen. Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen. Denn Züge …

… durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.

… können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.

… nähern sich fast lautlos.. Ein elektrisch betriebener Zug – selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!

… fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein Gleis in beide Richtungen befahren.

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Grober Unfug! Unnötig Menschen in Gefahr bringen.

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