Rundblick-Unna » Zu oft die Arbeit kritisiert: Klinikangestellter plante Mord des Kollegen – und stach zu

Zu oft die Arbeit kritisiert: Klinikangestellter plante Mord des Kollegen – und stach zu

Er konnte die ständigen Mäkeleien an seiner Arbeit nicht mehr ertragen – und plante deshalb den Tod des Kollegen. Um seinen blutigen Vorsatz gestern Abend in die Tat umzusetzen. Vorweg: Das Opfer überlebte –  mit mehreren Stichverletzungen in der Brust.

Der schwelende Streit zwischen den beiden Arbeitskollegen des Josefs-Hospitals Hörde eskalierte am gestrigen Abend in der Klinik. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei in ihrer gemeinsamen Erklärung berichten, stach der 28jährige Angreifer auf seinen 47jährigen Arbeitskollegen – beide sind Deutsche – mehrmals mit einem Messer ein; ganz gezielt, um den Kontrahenten umzubringen.

Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen im Brustbereich, die (Polizeisprech) „lediglich abstrakt lebensgefährlich waren“. Der Verletzte befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung.

Der 28jährige Beschuldigte wurde am selben Abend in der Wohnung seiner Mutter festgenommen. An dem Polizeieinsatz waren die Besatzungen von 8 Streifenwagen beteiligt. Der Festgenomme zeigte sich bei seiner Vernehmung geständig.

Als Motiv für seine grausige Tat gab er an, dass er die ständigen Bemakelungen seiner Arbeit in der Sterilisationsabteilung durch das Opfer nicht mehr habe hinnehmen wollen. Er ertrug die Dauerkritik nicht mehr. Deswegen beschloss er: Dieser Kollege muss sterben. 

Polizeilich vorbekannt ist der Beschuldigte nicht.

Er wurde am heutigen Samstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dortmund vorgeführt, der antragsgemäß Haftbefehl wegen versuchten Mordes erließ.

Kommentare (8)

  • Helmut Brune

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    Bevor es zu einer solchen Eskalation kommt, die einem die komplette Zukunft versaut, sollte man doch rechtzeitig Hilfe suchen indem man mit seinem Vorgesetzten oder vielleicht sogar mit einem Psychologen darüber spricht.

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  • Dagobert

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    Den Hinweis der Polizei „beide waren Deutsche“ finde ich interessant.

    Dürfen wir im Umkehrschluss dann davon ausgehen, dass die Täter jedesmal „Nicht-Deutsche“ waren, wenn in der Vergangenheit NICHT explizit auf die deutsche Herkunft hingewiesen wurde und nur von „Dortmundern“ die Rede war ?

    Dann waren in Dortmund in letzter Zeit aber verdammt viele „nicht-deutsche Dortmunder“ aktiv……

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    • Silvia Rinke

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      Es steht jedenfalls so deutlich in der Pressemeldung.

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    • Silvia Rinke

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      Wörtlich heißt es gleich im ersten Absatz: „zwischen zwei Arbeitskollegen des Josefs-Hospitals Dortmund Hörde, in deren Verlauf ein 28jähriger Deutscher auf seinen 47jährigen, deutschen Arbeitskollegen mit einem Messer einstach, um diesen zu töten.“

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    • Dagobert

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      Der Widerspruch ist aber recht eindeutig, oder ?

      Wenn in diesem Fall für die Polizei Dortmund die Nationalität „Deutscher“ für den Tatbestand der Messerstecherei sooo relevant ist, sollte dies in den anderen Polizeimeldungen aus Dortmund doch auch der Fall sein, oder etwa nicht ?

      Wenn ein Pressesprecher der Polizei den Pressekodex nach Gutdünken auslegt um politische Manipulation und Stimmungsmache zu betreiben, geht nur noch mehr Vertrauen in die Dortmunder Polizei verloren.

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      • Silvia Rinke

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        Wir haben einen Polizeisprecher aus Dortmund ja mal nach diesem Widerspruch gefragt. Er sagte, dass die Nationalität dann NICHT genannt werde, wenn befürchtet werden müsse, dass gegen diese Bevölkerungsgruppe rassistische Anfeindungen kämen. So nannte sie vorletztes Jahr mal nach einem Straßenraub „zwei Touristen aus Belgien und Irland“ als Verdächtige, und in diesem vorliegenden Fall will sie offenbar direkt Spekulationen ersticken, dass es „wieder Ausländer“ waren. Ich halte dieses zweierlei Maß für komplett sinnbefreit. Die Anweisung dazu kommt aber vermutlich von weiter oben.

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      • Dagobert

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        Wow,
        diese Aussage bedeutet ja tatsächlich, dass nahezu alle Straftaten der letzten Monate in Dortmund von ausländischen Mitbürgern begangen wurden und die Nationalität aus Angst vor Rassismus vertuscht wurde.

        Jetzt habe ich noch mehr Angst vor der Nordstadt…… und noch weniger Vertrauen in die Polizei Dortmund. 😉

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