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Zebrastreifen als vermeintliche Unfallfalle: Bizarrer Streit setzt sich fort – Göldner: Auch Montessori-Kinderhaus fordert Querungshilfe

Der bizarre Streit um einen fiktiven Zebrastreifen, der angeblich Lebensgefahren für Fußgänger heraufbeschwört, geht weiter. Klaus Göldner, Fraktionschef der FW/FLU, kann den halsstarrigen Widerstand der Verwaltung gegen eine Querungshilfe an der Weberstraße (wir berichteten) schlicht nicht nachvollziehen. Vor allem, da es nach Mitteilung der Montessori-Kinderhausleiterin bereits zu gefährlichen Situationen gekommen ist – zum Glück nicht zu Unfällen, noch nicht.

Zebrastreifen

„Komisch“, blickt Göldner sarkastisch zurück, „als vor über einem Jahr der neue Aldi an der Weberstraße eröffnet wurde, waren sich noch alle Beteiligten darüber einig, dass ein Fußgängerüberweg – sprich Zebrastreifen – erforderlich wäre. Er wurde vertraglich mit der Fa. Aldi vereinbart und bereits in diverse Projektskizzen eingezeichnet. Bauliche Vorbereitungen – wie die Absenkung von Bordsteinen – wurden ebenfalls getroffen.“ Und jetzt? Soll der Zebrastreifen einfach einkassiert werden.

Klaus Göldner

Klaus Göldner

Die Begründung der Stadtverwaltung kann Göldner komplett nicht nachvollziehen. Sie sind aus seiner Sicht an den Haaren herbeigezogen: Ein Zebrastreifen – nicht nur dieser, sondern generell jeder Zebrastreifen – gaukele Fußgängern trügerische Sicherheit vor, da sie sorglos blindlings über die Straße rennen würden: „Hier ist ein Zebrastreifen, also muss ich weder nach links noch nach rechts gucken.“. Oder, dass Autofahrer mit 50 Sachen vom Ring in die Weberstraße brettern und dort von einem Zebrastreifen zur Vollbremsung gezwungen würden. Absoluter Quatsch aus Göldners Sicht. „Und wieso sollte ein Piktogramm auf der Fahrbahn besser für Autofahrer sichtbar sein als ein korrekt beschilderter Überweg?!“

Tatsache für Göldner (der übrigens Polizist ist) ist und bleibt: „Ein gut eingerichteter Zebrastreifen ist optisch und rechtlich eine der sichersten Querungshilfen, die es gibt. Dass man ihn als Fußgänger dennoch nicht blindlings betritt, ist bereits Bestandteil frühkindlicher Verkehrserziehung.“

Mit der Leiterin des Montessori-Kinderhauses gegenüber Aldi hat Klaus Göldner sofort auch mal telefoniert. Ergebnis: „Auch dort wartet man dringend auf eine geeignete Querungshilfe – es soll bereits zu einer Reihe kritischer Situationen gekommen sein, die glücklicherweise noch nicht zu einem Unfall geführt haben. Auch die Eltern forderten vehement eine sichere Möglichkeit, die Weberstraße zu queren!“

 

Kommentare (2)

  • Christoph Tetzner

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    Was Verwaltung nicht will, wird abgeblockt, ob sinnvoll oder nicht! Man versucht mit fadenscheinigen Begruendungen die Politiker dumm da stehen zu lassen; wenn das nicht reicht werden Paragraphen und Vorschriften angezogen…. Armes Unna! Muss erst ein Kind angefahren werden uns zu Schaden kommen? Wo dann aber die Verantwortlichkeiten liegen im Falle eines Unfalls, der hoffentlich nie passiert, ist dann wohl klar! Vielleicht sollten wir es auf einen Beschluss ankommen lassen!

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  • Benjamin Weinberg via Facebook

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    Warscheinlich kein Geld für da weil lieber alles in die Lindenbrauerei gesteckt wird. Unfassbar wie die Stadtverwaltung mit Vertraglich vereinbarten Sachen und der Sicherheit der Fußgänger um geht!

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