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"Zahlen auf den Tisch": FDP fordert offene Diskussion über die Eissporthalle

„Die Zahlen werden auf den Tisch kommen und darüber wird zu beraten sein.“ Punkt und Schluss der Diskussion für die FDP, die ebenso wie die SPD oder die Grünen nichts davon hält, in puncto Eissporthalle im Trüben zu fischen. Fraktionsvize Andreas Tracz erwartet sich als Aufsichtsratsmitglied der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) allerdings erhellende Informationen bereits in der nächsten Sitzung des Gremiums. Dieses tagt intern. Ähnlich wie SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann hält Tracz es indes für angesagt, das Thema Eishalle anschließend öffentlich im Haupt- und Finanzausschuss bzw. im Rat zu diskutieren. Doch erst eben mit tragfähigen Informationen unterfüttert, betont der FDP-Fraktionsvize, der mit Martin Bick zusammen eine der beiden Kleinfraktionen im neuen Rat bildet.

Gleichwohl vertritt Tracz – als Unternehmer wie auch als langjähriger Ratsvertreter – einen dezidierten Standpunkt zur Eissporthalle generell: „Grundsätzlich sollte ein gut funktionierende Einrichtung, sofern die Zuschüsse dafür in einem gesunden Verhältnis stehen, nicht kaputtgeredet werden.“ Zu diskutieren sei dann zunächst die Frage, ob es überhaupt einen Investitionsstau gebe und wenn ja, in welchem Umfang. „Etwas irritiert“ ist Andreas Tracz über die offensichtlich multifunktionale Rolle des Eishallenpächters: „Als Vereinsvorsitzender, der als Mieter von Eiszeiten auftritt – die nicht unerheblich durch die Stadt bezahlt werden – tritt er gleichzeitig als Pächter und Geschäftsführer der GmbH auf.“ Hier würde die FDP denn doch einmal interessieren, welche Gegenrechnung zur Miete etc. es gebe. Überhaupt fordern die Liberalen offene Rechnungen: „Was kostet
die Eishalle die Stadt in Gänze, wie werden die Nutzer, Besucheranzahlen der Eishalle gemessen, aus welchen Gruppen bestehen diese Besucher – sind es Unnaer, sind es Auswärtige? Sind es Schüler, Vereinsangehörige etc.? Gibt es Zugänge, gibt es Abgänge?“ Fragen über Fragen.

Die Anworten wünschen Unnas Freidemokraten frei und offen zu diskutieren: „Das Konstrukt Eishalle muss für die Bürger transparent sein und auch in und mit der Öffentlichkeit diskutiert werden.“ Ausgenommen seien „vertragliche und vertrauliche Inhalte“, diese gehören für Tracz in den Aufsichtsrat, hinter verschlossene Türen. Die Bürger sollen indes darüber (mit-)entscheiden, ob die Eissporthalle notfalls höhere Zuschüsse aus dem Stadthaushalt bekommt. Eine Option kann Tracz dabei für die FDP mit Sicherheit ausschließen: „Steuererhöhungen wird es mit uns nicht geben.“ Auch nicht, um Unna eine Freizeiteinrichtung zu erhalten. (Silvia Rinke)

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