Rundblick-Unna » Zahl der Kosovo-Flüchtlinge sinkt drastisch – Ursache: Medienkamapagne klärt Kosovaren über falsche Versprechungen auf

Zahl der Kosovo-Flüchtlinge sinkt drastisch – Ursache: Medienkamapagne klärt Kosovaren über falsche Versprechungen auf

Die Zahl der Flüchtlinge aus dem Kosovo ist seit Anfang der Woche sprunghaft gesunken. Bis Ende Februar meldeten sich in der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund-Hacheney pro Woche noch fast 1500 Kosovaren neu an. Das waren noch fünfmal so viele wie jetzt in der ersten Märzwoche: Nur noch 300 kamen neu an.

Nach einem  WDR-Bericht vom heutigen Abend ist dieser drastische Rückgang die Folge einer konzertierten Medienkampagne der deutschen und der kosovarischen Regierung: In Zeitungen und im Fernsehen werden die Bewohner des Kosovo eindringlich vor falschen Versprechungen der Schlepper gewarnt, die aus der Not der Menschen kräftig Profit schlagen. Sie lügen ihnen vor, in Deutschland problemlos bleiben und arbeiten zu dürfen. Sie kassieren viel Geld von ihnen und schleusen sie nach Deutschland. Hier werden aber Anträge kosovarischer Asylbewerber zu 97 Prozent abgelehnt, weil diese Herkunftsländer als sicher eingestuft sind.  Dass dort (große) wirtschaftliche Not herrscht, steht auf einem anderen Blatt. Doch für eine positiven Asylbescheid „genügt“ es nicht, arm zu sein und im Heimatland keine Arbeit und Perspektiv zu haben.

Das Land hat parallel dazu vor anderthalb Wochen damit begonnen, diese fast immer aussichtslosen Asylanträge der Kosovo-Flüchtlinge im Eiltempo zu bearbeiten (binnen 14 Tagen statt wie vorher sieben Monaten). Sodann soll das sofortige Abschiebeverfahren eingeleitet werden. Wir berichteten darüber.

Kommentare (8)

  • Sigrid Degner-Schulte via Facebook

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    Die hätte man erst garnicht in Deutschland rein lassen sollen.

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  • Willi Fürst

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    „… im Eiltempo zu bearbeiten (binnen 14 Tagen statt wie vorher sieben Monaten)…“ – Na also, geht doch! Im Übrigen gebe ich dem Vorkommentar von Sigrid Recht.

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  • Manfred Hartmann

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    Diese Menschen sind in Not. Und in der Tat ist das oft nicht Sache des Asyls sondern der Änderung wirtschaftlichen Ungleichgewichts auf der Welt. Darin müssen wir arbeiten – deshalb finde ich die Kommentare von Frau Degner-Schulte und Herrn Fürst in ihrer Sebstgefälligkeit unerträglich. Es geht aich im Tonfallum einen würdigen Umgang mit Menschen – den sehe ich in diesen Kommentaren nicht. Lesen Sie mal: http://www.sueddeutsche.de/panorama/entscheider-fuer-asylverfahren-im-zweifel-entscheide-ich-wohlwollend-1.2370326

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Verwerflich ist nicht der Versuch dieser Menschen, ihrer Not zu entfliehen, sondern die eiskalte Abzocke durch die Lügen erzählenden Schlepper. Deswegen ist diese Medienkampagne nur überfällig und ganz entschieden zu begrüßen.

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    • Manfred Hartmann

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      Verwerflich sind ausländerfeindlicher Kommentare.

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  • Manfred Hartmann via Facebook

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    Aber nicht mit Sprüchen wie: “ Die hätte man erst garnicht in Deutschland rein lassen sollen.“

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  • Heike HaHe via Facebook

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    Ich schüttel den Kopf über solche Kommentare von Sigrid Degner-Schulte. Einfach nur zum Fremdschämen.

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  • Claudia Happe via Facebook

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    Da kann man nur mit dem Kopf schütteln … Das sind auch Menschen…

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