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Young and Wild feiert Premiere beim Max-Ophüls-Preis

Das Young-and-Wild-Team - hier beim Dreh vor dem KX - freut sich auf die Premiere. Foto: Promo

Das Young-and-Wild-Team – hier beim Dreh vor dem KX – freut sich auf die Premiere. Foto: Promo

Satt gesehen an der Unna-Trilogie? „Nicht mein Tag“ hat nicht genügend Unna im Film? Dann ist „Young and Wild“ vom Unnaer Regisseur Felix Maxim Eller genau das richtige: Der Jung-Regisseur feiert am Freitag Premiere beim wichtigsten Nachwuchs-Preis für Filmemacher, dem Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken.

Aus 2500 Filmen ausgewählt

Felix Maxim Eller vor der Premiere in Saarbrücken. Foto: facebook.com

Felix Maxim Eller vor der Premiere in Saarbrücken. Foto: facebook.com

Die Uraufführung läuft nicht im Wettbewerb, wurde aber aus 2500 Einreichungen für das Spektrum ausgewählt. Damit zeichnen die Organisatoren Filme aus, die besonders auf sich aufmerksam gemacht haben.

Und diese Auszeichnung macht das Team stolz: Immerhin ist die Young-and-Wild-Crew allein auf weiter Flur. Um sie herum fast nur Filmstudenten, Eller ging vor wenigen Monaten noch in Unna zur Schule und ist auch der jüngste Regisseur bei den Spielfilmen.

Felix Maxim Eller hatte den Film noch als Rohschnitt an die Jury gegeben. Das hat offenbar gereicht, um den Film in Saarbrücken endlich auf die große Leinwand zu bringen.

Freitag, 14.30 Uhr, Felix Maxim Eller sitzt mit Schauspielern und Crew noch auf dem Hotelzimmer. Seit Donnerstag ist er in Saarbrücken, redet mit anderen Filmemacher und fiebert der Premiere entgegen – obwohl er den Film bereits gefühlt 200 Mal gesehen haben.

„Aber heute wird das etwas völlig anderes“, freut er sich. Das erste Mal läuft der Film nicht auf dem Computer, sondern auf der großen Leinwand. „Und zwar in einer Qualität, wie wir sie noch nicht gesehen haben“, sagt Felix Maxim Eller.

Regisseur sieht den Film das erste Mal „völlig entspannt“

Die Polizei stürmt im Film "Young and Wild" ein Haus. Foto: promo

Die Polizei stürmt im Film „Young and Wild“ ein Haus. Foto: promo

Und das erste Mal kann er sich zurücklehnen, den Film völlig entspannt genießen. Bis jetzt war Filmschauen Arbeit für ihn. Die Frage war immer: „Wie können wir es besser machen?“ Das Team spulte zurück, machte sich Notizen, schraubte hier und da noch am Ton, an der Bildqualität und und und.

Das Team ist erstmals bei dem Filmpreis. Trotzdem: Es hat nicht mal einen Tag gedauert, da waren schon alle Karten für die Premiere am Freitag und die zweite Aufführung am Samstag weg. Das macht optimistisch für die Zukunft.

Denn der Filmpreis ist für die Filmemacher auch Arbeit. „Wir hoffen, mit Verleihern ins Gespräch zu kommen, um den Film zu verkaufen.“ Denn mit einem Verleiher im Rücken steht einer bundesweiten Aufführungen nichts mehr im Wege.

MC Fitti und JAHM! auf dem Soundtrack

Wenn er sich am Freitagabend im Kinosessel zurück lehnt, wird es auch für die Unnaer Band „JAHM!“ interessant. Sie steuerten Musik zum Soundtrack dazu. genauso wie MC Fitti – der Rapper hat das Okay gegeben „30 Grad“ im Film laufen zu lassen. Über persönliche Kontakte ist Eller an den Rapper gekommen.

So geht es weiter mit „Young and Wild“

Nach der Premiere in Saarbrücken ist vor der Premiere in Unna. Felix Maxim Eller hofft, dass der Film im Mai im Filmcenter Unna Premiere feiert. Dort läuft bereits der Trailer in den Kinosälen. Dieser macht auch Werbung, um Sponsoren zu finden: Noch fehlen ein paar 1000 Euro, die per Crowdfounding zusammen kommen soll. Wer seinen Namen auf der Leinwand sehen möchte, ist mit 10 Euro dabei, wer Co-Produzent werden möchte, muss ein wenig mehr investieren.

Ansonsten hat das Team einen Fahrplan für weitere Festivals aufgestellt, um „Young and Wild“ immer mehr Leuten zu zeigen.

 

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