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Wohnungsbrand in Fröndenberg – Wehr löscht schnell und rettet weißes Kaninchen

Der Feuerschein schimmerte bereits aus dem Fenster auf die nachtdunkle Straße: Rauchmelder verhüteten vor einer knappen Stunde in Fröndenberg möglicherweise Schlimmeres. In einer Obergeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Von-Tirpitz-Straße brach gegen 17.15 Uhr Feuer aus. Ursache: angebranntes Essen auf dem Herd. „Vom Herd schlugen schon die Flammen hoch“, berichtete Feuerwehrleiter Heinz-Jörg Sommer gegen 18 Uhr vor Ort.

Brand Tirpitz

Mit 50 Kameraden  und der Drehleiter eilte die Fröndenberger Feuerwehr zum Einsatzort, wo bereits Feuerschein bis auf die Straße schien. Die Flammen auf dem Brand“herd“ (im buchstäblichen Sinne) waren schnell erstickt, doch die Wohnungsmieterin musste mit ihren beiden 8 und 10 Jahre alten Kindern dennoch vorübergehend bei einer Nachbarin Unterschlupf suchen: Weil die Türen in der Wohnung während der Brandentwicklung geöffnet gewesen waren, hatte sich giftiger Qualm ungehindert in den übrigen Räumen verteilt.

„Die Frau kann morgen in ihre Wohnung zurückkehren“, sagte Jörg Sommer. Ebenso das weiße Kaninchen, das in seinem Käfig im Flur gestanden hatte und von Wehrkameraden fürsorglich an die frische Luft transportiert worden war.

Sofern die Möglichkeit mit der Nachbarin nicht gegeben gewesen wäre, hätte übrigens die Stadt für die kleine Familie vorübergehend ein Quartier bereit gestellt: Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes war vor Ort, konnte sich jedoch davon überzeugen, dass Mutter und Kinder gut versorgt waren.

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Es war der zweite „tierische“ Einsatz für Fröndenbergs Wehr an diesem Sonntag: Unmittelbar vor dem Brandalarm an der Tirpitz-Straße mussten die Kameraden in Westick ein Pferd aus einer Drahtschlinge verfangen. „Pferd und Kaninchen sind wohlauf“, meldete Sommer launig.

Die momentane Häufung von Wohnungsbränden macht den Fröndenberger Brandbekämpfern allerdings schon gewisse Sorgen: „Dieser Einsatz war bereits der vierte in drei Wochen. Nicht zu hoffen, dass das einreißt.“

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