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Wochen gegen Rassismus starten: Film für Schulklassen und Vortrag über Pegida

Mit dem heutigen Montag beginnen die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt zeigt dazu am Freitag (20. 3.) den Film „Kriegerin“ speziell für Schulklassen ab dem 9. Jahrgang. „Film ab“ im Filmcenter Unna (Massener Straße) ist um 9.15 Uhr. Im Kreishaus findet am Montag (23. 3.) ein Vortrag über die Pegida-Bewegung statt: „Islamkritisch oder weltfremd?“ Beginn ist um 18 Uhr im Sitzungstrakt.

Zur Filmvorführung „Kriegerin“ (20. 3., 9.15 Uhr, Filmcenter Unna):

Film mit anschließender ca. halbstündiger Gesprächsrunde. Den Fragen der Schüler stellen sich
–         Katharina Kostusiak, Opferberatungsstelle „Back Up“,
–         Stefan Woßmann, Respekt Büro Dortmund, und
–         Lenard Suermann von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Reg.-Bez. Arnsberg.
Voraussetzung ist eine Anmeldung der Klassen bei Beate Frommeyer, Telefon: 02303/103-599. Die Filmvorführung ist kostenlos, da der Runde Tisch gegen Rassismus und das Filmcenter Unna die Veranstaltung unterstützen.

Hauptfigur des Films ist Marisa, eine junge Rechtsradikale. Nach einem Streit fährt sie mit ihrem Auto zwei jugendliche Asylbewerber um. Damit setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihre Weltanschauung und ihr Leben auf den Kopf stellen. Aus Feindschaft wird vorsichtige Freundschaft mit einem der Jugendlichen. Das bleibt in ihrer Szene nicht unbemerkt…

Der Debutfilm von David Wnendt dauert 105 Minuten, wurde mit verschiedenen wichtigen Preisen ausgezeichnet und regt durch die Art der Darstellung zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus an. Zur Vor- und Nachbereitung des Films hält das Jugendbüro Unterrichtsmaterialien bereit.

Zum Vortrag über Pegida (23. 3., 18 Uhr, Kreishaus):

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) lädt zu diesem Vortragsabend ein. Seit Oktober demonstrieren Menschen in Dresden und anderswo unter dem Motto „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Pegida“). Gleichzeitig organisieren Aktionsbündnisse Mahnwachen und demonstrieren für die Weltoffenheit in ihrer Stadt – so auch in Unna geschehen. „Auch Menschen im Kreis Unna bleiben von diffusen Ängsten, die in Ressentiments umschlagen, nicht verschont“, sagt Sevgi Kahraman-Brust vom KI.

Wer steht hinter Pegida; und welche Möglichkeiten gibt es, für Demokratie einzustehen? Dies erläutern die Referenten Hendrik Puls und Birgit Mair. Soziologe Puls, freier Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW, wird das Phänomen Pegida und die aktuelle Situation der extremen Rechten in NRW beleuchten. Birgit Mair ist Macherin der Ausstellung „Die Opfer des NSU“, die vom 24. März bis 3. Mai im ZiB zu sehen ist. Sie stellt Bezüge zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit her und liefert einen Überblick über die bundesweite Lage.

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