Rundblick-Unna » Selbst die Schafe sind schon im WM-Fieber! WM-Fiebern im Rudel – was sonst!

Selbst die Schafe sind schon im WM-Fieber! WM-Fiebern im Rudel – was sonst!

Rudelgucken… jaaaahh!!! Schlafen? Können wir im Juli wieder! Das Runde muss ins Eckige, Zeit, dass sich was dreht. Und frei nach dem Motto: Rio oder Ruhr – Hauptsache Brasilien präsentiert Unna Stadtmarketing sämtliche WM-Spiele von Jogis Jungs auf Großleinwand und hatte sich auf das Public Viewing auf dem Platz der Kulturen (hinter dem ZIB) so früh wie keine andere Stadt im Umkreis festgelegt.

„Eine Fußballweltmeisterschaft ist einfach immer ein ganz besonderes Sportereignis“, erinnert das Unna-Marketing an Selbstverständliches. „Und sie ist ein Gemeinschaftserlebnis, das man mit Freunden genießen sollte.“ Die passende Großleinwand für „freie Sicht auf deutsche Spiele“ steht auf dem Platz der Kulturen, der ab WM-Start als „WM-Arena“ unterm Segel der Stadtwerke Unna gebucht ist. „Die SWU-Arena ist für einen Monat Unnas ,soccer cabana´“, wortwitzelt das Unna-Marketing, jedenfalls gibt´s hier regelmäßig Fußball zum gemeinsamen Schauen, Mitfiebern und Mitfeiern. Geöffnet wird die Arena immer zwei Stunden vor Spielbeginn und sorgt natürlich auch mit kühlem Flüssigen wieder fürs Abkühlen erhitzter Gemüter.

In Kamen ist die Sache zur Erleichterung der Fußballfans seit heute ebenfalls perfekt – seit der Love Parade-Katastrophe und den daraus folgenden verschärften Sicherheitsauflagen dauert eben alles etwas länger bei solchen Großveranstaltungen.

Zwei Wirte stemmen jetzt das Rudelgucken. Riesige Leinwand, neueste Technik und das alles natürlich auf dem Alten Markt, wo 600 bis 800 WM-Fans fiebern, jubeln, freudentaumeln können. Die Stadtverwaltung begleitet das Event mit größtem Wohlwollen: „Wir stellen eine gestaffelte Genehmigung aus“, kündigt Rathaussprecher Hanno Peppmeier an: Zunächst wird das Public Viewing für die Vorrundenspiele genehmigt. Schaffen Jogis Jungs diese Hürde, folgen weitere Genehmigungen (laut Peppmeier Formsache) für die folgenden Spiele. Die drei Vorrundenbegegnungen für das deutsche Team beginnen noch zu sehr zivilen Zeiten, zwei sind sogar locker kindertauglich: Montag, 16. 6., Deutschland – Portugal: 18 Uhr (deutsche Zeit); Samstag, 21. 6., Deutschland – Ghana: 21 Uhr; Donnerstag, 26. 6., USA – Deutschland: wieder 18 Uhr.

Später, sehr viel später wird – bzw. würde – es nach geschaffter Vorrunde weitergehen. Doch in Kamen wie in Unna wird rudelgeguckt bis zu spätester Stunde.

Grundsätzlich ist bei dieser WM in Südamerika auch spätes Public Viewing ausdrücklich erlaubt, wie das NRW-Umweltministerium schon frühzeitig bekannt gegeben hat. Die Spiele dürfen „auch nach 22 Uhr an geeigneten Orten“ übertragen werden. Für Genehmigung und Prüfung der vorgesehenen Public Viewing-Orte sind die Behörden vor Ort zuständig. Mit entsprechenden Auflagen sollen sie für einen Interessensausgleich zwischen ruhebedürftigen Anwohnern und Fußballfans sorgen: Vuvuzelas sind verboten, damit Anlieger durch das durchdringende Getröte nicht aus dem Bett fallen. Für die sehr späten Spiele nach Mitternacht gelten nochmals strengere Lärmschutzregeln. Mit alldem haben die Stadtwerke Unna viele Jahre lang Erfahrung. Der einzige Unterschied zur diesjährigen WM ist der Standort der SWU-Arena, die beim Fußball-Sommermärchen 2008 in Deutschland noch zwischen Rathaus und Katharinenhof angesiedelt war. Auf dem Platz der Kulturen fieberten die Fußballfans aber bereits bei der Frauen-EM vor der Leinwand mit. (sia)

 

 

 

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