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Wildschweinplage: Bauern und Jäger fordern wieder mehr Abschüsse

Die Landwirte im benachbarten Märkischen Kreis ächzen unter einer Wildschweinplage. Nach einer Reportage des WDR Südwestfalen haben die Borstentiere bereits ein Fünftel des Grünlandes umgepflügt. Deshalb fehle den Bauern nun Futter für ihre Milchkühe.

Grünflächen müssen mit viel Aufwand begradigt, neu eingesät und gewalzt werden. Die dennoch häufig zurückbleibenden Unebenheiten führen dazu, dass beim Mähen Erdklumpen und Gras ins Schnittgut gelangen: Schimmelgefahr für das Winterfutter im Silo.

Wildschwein

Nach Informationen des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes hat sich die Zahl der Wildschweine im Nachbarkreis binnen weniger Jahre verfünffacht. Der Grund seien die beiden letzten sehr milden Winter: Da habe es tonnenweise Eicheln und Bucheckern auf die Waldböden geregnet, was der Nachwuchsproduktion der Wildschweine sehr zuträglich war. Auf dem Grünland locken die Borstenviecher die leckeren und eiweißreichen Engerlinge und Würmer, die es dort auszugraben gibt.

Forderungen der Jäger und Bauern: Neues Landesjagdgesetz ändern: Jagdsaison für Wildschweine wieder verlängern – mehr Frischlinge (Wildschweinbabys) abschießen.

Wie man den Waldbewohnern auf freundliche Weise Herr werden könnte – mehr Laubäume in den Wäldern (mehr Nahrung), breitere Grünstreifen – thematisiert z. B. dieser Bericht.

Kommentare (1)

  • Markus Antonius

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    Mein Lösungsansatz: Überläufer auf dem Grill. Wildschweinschinken. Frischlingsbraten.

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