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Wieder heftige Randale in Rüthener Asylheim – Polizist dienstunfähig

Bei einem erneuten Zwischenfall in der Flüchtlingsunterkunft Rüthen im Kreis Soest ist am Dienstagabend (11. 7.) ein Polizist so schwer verletzt worden, dass er bis auf Weiteres dienstunfähig ist.

Wie die Kreispolizeibehörde Soest berichtet, hatte zunächst ein 30-jähriger Algerier einen Mitarbeiter des Sozialdienstes beleidigt. Daraufhin wurde die Polizei gerufen.

Die Beamten trafen gegen Mitternacht an der Unterkunft ein. Als sie die Daten für die Anzeige aufnehmen wollten und dem renitenten 30-Jährigen einen Platzverweis aussprachen, „kam es zu Widerstandshandlungen“, beschreibt die Polizei die eskalierende Situation. Und diese eskalierte endgültig, als sich ein 24-jähriger Landsmann des Algeriers einmischte und auf heftige Weise handgreiflich wurde: Er trat und schlug wie wild auf Mitarbeiter der Security ein.

Beide Männer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Doch bis sie hinter Gitter verfrachtet waren, schlugen und traten beide weiter so heftig um sich, dass ein Polizeibeamter schwere Verletzungen erlitt: Ein Arzt musste ihm die vorläufige Dienstunfähigkeit bescheinigen.

Gegen beide Nordafrikaner wurden Anzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte gefertigt.

Aus der Rüthener Unterkunft werden immer wieder Randale und gewalttätige Attacken gemeldet: Mitte Februar ging ein Eritreer mit einem Messer auf einen Wachmann los, verletzte ihn schwer. Der Richter erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Allgemein berichtet die  Kreispolizeibehörde Soest relativ häufig von Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften, zuletzt über gleich zwei in derselben Nacht Mitte Mai. Wie uns der Polizeisprecher sagte, sorge vor allem das Zusammenleben auf engem Raum von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten für Spannungen und Konflikte, die sich – je nach Temperament der Beteiligten – auch heftig entladen könten.

Ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Unna, das bis Sommer vorigen Jahres die Notunterkünfte in Bönen und Werne betrieb, sagte auf einer der Bürgerversammlungen, dass das größte Problem für viele Bewohner das monatelange Warten und die Langeweile sei.

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