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Werner Rosenmontagszug – Sicherheitsaufwand wird erhöht!

Werne ist bereit für die 5. Jahreszeit! Das ist nicht nur das Motte der diesjährigen Karnevalssession, sondern gilt auch für den Rosenmontagszug am 27. Februar. Nach dem Attentat von Berlin am 19.12.2016 wird nun auch in Werne der Sicherheitsaufwand für den Rosenmontagszug erhöht.
Das ergab am Donnerstag ein runder Tisch mit Polizei, Ordnungsamt, den DRK-Sanitätern, dem Bauhof, einem privaten Sicherheitsdienst, sowie Jugendamt, Streetwork und selbstverständlich dem Ausrichter – die Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK).
Nach der Lkw-Attacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurde an allen Veranstaltungsorten dafür gesorgt, dass Barrikaden aus LKW oder Betonklötzen den Weg auf Zufahrtsstraßen versperren, damit so ein Attentat nicht noch einmal geschieht. Diese Bereiche wurden beim Werner Rosenmontagszug bisher immer durch Personen kontrolliert, damit niemand hineinfährt, erklärte die Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens.
Mit Sicht auf das Attentat in Berlin hat man dieses Vorgehen eben auch für den Rosenmontagszug überprüft und für sinnvoll gehalten. Obgleich man Werne nun nicht mit Großstädten wie Berlin, Köln usw. vergleichen braucht, möchte man letztendlich doch sicher gehen.

Bevor der Rosenmontagszug um 14.11 Uhr dann am Hagen startet, werden diverse Zugänge mit querstehenden Lkw verbarrikadiert. So können die Narren noch locker zu Fuß ins Epizentrum der guten Laune schreiten – bleiben aber von einem vermeintlichen Anschlag verschont.
Der Bauhof übernimmt die Absperrung und wird jeden LKW auch besetzt halten, damit z.B. im Notfall der Rettungswagen freie Bahn hat. So wird die Stockumer Straße an der Einmündung Wienbrede unpassierbar gemacht, sowie die Kamener Straße in Höhe der Tankstelle und die Steinstraße an der Steintorkreuzung.

Doch damit nicht genug! Waren bisher so 70 bis 80 Personen im Einsatz, so wird die Anzahl der Hilfskräfte auf gut 100 Helfer erhöht. Die Erhöhung wäre wohl so oder so gekommen, da der Konsum von Alkohol immens zugenommen hat – besonders bei Jugendlichen. Hier kommen dann die Ordnungskräfte, sowie das Jugendamt und Streetwork ins Spiel. Neben dem generellen Glasverbot wird an den Verkaufs – und Ausschankstellen zur Einhaltung des Jugendschutzes angehalten!

Es läuft also bei den Planungen. Allerdings läuft am Rosenmontag auch noch etwas anderes. Dafür werden aber extra Toilettenwagen am Hagen und auf dem Kirchplatz aufgestellt. Gleichzeitig werden auch alle Närrinen und Narren dazu aufgerufen, diese auch zu nutzen!

Zusammenfassend gesehen wird der Sicherheitsaufwand zwar erhöht, aber dennoch nicht so hoch, dass es die gute Laune und den Spaß trüben könnte. Vorwürfe, dass man mit solchen Aktionen den Terror vor die Tür bringen würde, sind also dezent übertrieben. Dagegen wäre das Geschreie enorm, wenn dann doch etwas passieren sollte und man nichts im Vorfeld getan hätte.

So sieht auch das Prinzenpaar Sarah I. Und Jörg I. dem Rosenmontagszug eher gelassen entgegen. Da sorgten die Glasscherben auf dem Marktplatz schon für mehr Kummer. In diesem Sinne – Werne Helau

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