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Werkstatt im Kreis Unna kooperiert mit heimischen Betrieben – Jungen Menschen eine Berufschance geben

Kreis Unna.“Wir haben unseren neuen Azubi gerne zum 1. September eingestellt und hoffen, ihm so einen guten Start ins Berufsleben zu ermögli-chen“, freut sich Johann Passon, Geschäftsführer von Auto-Service Passon in Bergkamen. Betrieb und Lehrling haben auf speziellem Wege zueinander gefunden. Zunächst startete Chris Mecklenbrauck im September 2013 seine außerbetriebliche Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker bei der Werk-statt im Kreis Unna. Der Grund: Auf seine Bewerbungen bekam der 22-Jährige trotz Fachoberschulreife nur Absagen. Schließlich war er einer von 3.328 jungen Menschen im Kreis Unna, die bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchende gemeldet waren. Dann hatte er Glück im Unglück: Das Jobcenter Kreis Unna vermittelte ihn an die Werkstatt im Kreis Unna. „In Gesprächen und beim Eignungstest hat er uns überzeugt“, erzählt Nadine Kucias, Diplom-Pädagogin bei der Werkstatt im Kreis Unna. Gemeinsam mit 29 weiteren jungen Menschen begann der Unnaer dort seine außerbetriebliche Ausbildung. Das Besondere: Chris Mecklenbrauck lernt beim Kooperationsbetrieb Auto-Service Passon das Handwerk, geht zur Berufsschule und bekommt vier Stunden in der Woche Stütz- und Förderunterricht bei der Werkstatt im Kreis Unna. „Wir wiederholen den Unterrichtsstoff, üben für Arbeiten und Prüfungen und helfen auch, wenn es mal private Schwierigkeiten gibt“, erklärt Nadine Kucias, die die Auszubildenden sozialpädagogisch begleitet. Die außerbetriebliche Ausbildung ist eine gute Einstiegshilfe für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. „Viele trauen sich schon nicht, eine Bewerbung zu schreiben, weil sie ein schlechtes Zeugnis haben oder meinen, das Anforderungsprofil für den betrieblichen Ausbildungsplatz sei zu hoch“, weiß Marion Velikonja, Abteilungsleiterin bei der Werkstatt im Kreis Unna, aus Erfahrung. Da ist die außerbetriebliche Ausbildung eine hilfreiche Brücke. Die kooperierenden Betriebe profitieren nicht nur, weil die Agentur für Arbeit und das Jobcenter die Ausbildungskosten übernehmen: „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Außerdem ist Chris Mecklenbrauck pünktlich, zuverlässig und passt gut in unser Team. Deswegen haben wir ihn als betrieblichen Azubi übernommen. Der Vertrag ist unterschrieben“, sagt Monika Passon, die im Betrieb ihres Mannes arbeitet. Zudem sei die Zusammenarbeit mit der Werkstatt im Kreis Unna eng und unkompliziert. „Uns gefällt, dass wir unseren neuen Azubi erst kennen lernen konnten. So wurde uns die Entscheidung ihn einzustellen sehr erleichtert“, erklärt Johann Passon.
Insgesamt können drei junge Menschen ihren derzeitigen Ausbildungsvertrag mit der Werkstatt im Kreis Unna nun mit den Betrieben im zweiten Jahr weiterführen und unterzeichnen. Ein Ergebnis, das nicht nur die Werkstatt im Kreis Unna, sondern auch die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Unna freut: „Jede abgeschlossene Ausbildung ist ein Erfolg“, sagt Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna. „Wer eine Ausbildung vorweisen kann, bekommt meist nicht nur schneller einen Job, sondern wird auch langfristig in der Lage sein, eine existenzsichernde Beschäftigung zu halten.“

Auch im September 2014 starten wieder 43 Jugendliche ihre außerbetriebliche Ausbildung nach dem kooperativen Modell in 17 Berufen – vom Einzel-handel über Metall bis hin zu Lagerlogistik – an den Standorten Unna und Lünen bei der Werkstatt im Kreis Unna. „Wir freuen uns über Betriebe, die mit uns kooperieren möchten und so jungen Menschen eine Chance geben“, sagt Marion Velikonja. Auch wenn jemand noch einen freien Ausbildungs-platz zu besetzen hat, kann gerne zur Werkstatt im Kreis Unna Kontakt aufnehmen.
Wer Fragen oder Interesse hat, kann sich bei Nadine Kucias, Werkstatt im Kreis Unna, unter der Telefonnummer 02303 25413-22 melden.
(C.G.)

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