Rundblick-Unna » „Werdet laut – zeigt euch!“: Aufruf zur Rettungs-Demo fürs Kulturzentrum Lindenbrauerei

„Werdet laut – zeigt euch!“: Aufruf zur Rettungs-Demo fürs Kulturzentrum Lindenbrauerei

Der Ratssaal soll am kommenden Dienstag zur Kundgebungsplattform für die Lindenbrauerei werden. Im Kulturausschuss ab 17 Uhr geht es um den Wirtschaftsplan des Unnaer Kultur- und Kommunikationszentrums – und damit im direkten Zusammenhang um die Frage künftiger Zuschüsse. Bis auf die FDP haben zwar alle Fraktionen signalisiert, eine Erhöhung der Subventionierung nicht per se abzulehnen; die Grünen (mit sieben Ratsvertretern) fordern sogar explizit mehr Geld für die Lindenbrauerei.

Andy Koch

Aufruf zur Rettung des Kulturzentrums Lindenbrauerei: Musiker Andy Koch.

Dennoch stellte Musiker Andy Koch heute einen eindringlichen Appell ins Internet, in dem er nichts Geringeres als das Aus der Lindenbrauerei heraufbeschwor.

„Meine lieben Freunde, Mitmusiker, Fußballspieler und Bekannte“, schreibt Koch in seinem Aufruf auf Facebook, der bis zum späten Abend bereits über ein Dutzend Mal geteilt worden war. „Am 9.12.2014 ist es soweit. Die Lindenbrauerei, meine zweite Heimat, euer Wohnzimmer, der Ort vieler schöner Abende und Projekte steht auf der Kippe. Die Politik in Unna entscheidet am Dienstag, wie unsere Brutstätte in der Zukunft für uns da ist. Im schlimmsten Fall wird es diesen Ort der Kultur nicht mehr geben.“

Deshalb ruft Andy Koch zur Demonstration des gemeinsamen Willens auf: Unnas Kultur- und Kommunikationszentrum muss erhalten bleiben. „Meine Bitte an Euch: Kommt am Dienstag, den 9. 12, in den Ratssaal der Stadt Unna und zeigt, dass ihr, das wir diesen Ort für unsere Zukunft, für unser Schaffen brauchen.“

Wer keine Zeit hat, der soll, bittet Koch, „den Parteien schreiben, dass ihr hinter der Arbeit der Lindenbrauerei-Verantwortlichen steht. Wir brauchen Eure Unterstützung. Wir haben jahrelang voneinander profitiert und das soll so bleiben.“ Andreas Koch schließt seinen Appell mit den energischen Worten: „Werdet laut, zeigt Euch, macht Euch bemerkbar! Ich hoffe auf eine große Resonanz.“

Die Sitzung beginnt um 17 Uhr.

Das Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei erhält momentan jährlich 199 000 Euro Förderung aus der Stadtkasse. Im Frühjahr rutschte die Lindenbrauerei nur haarscharf an der Insolvenz vorbei – sie bekam kurzfristig 75 000 Euro Überlebenshilfe. Das sogenannte „Richter-Gutachten“ vom vergangenen Herbst schlägt Sparmaßnahmen von insgesamt 50 000 Euro vor. Rund 30 000 Euro hat das Zentrum nach diesen Maßgaben umgesetzt bzw. kann sie dauerhaft einsparen. Explizit gegen dauerhaft höhere Bezuschussung sprach sich in der Ratssitzung am Donnerstag vergangener Woche einzig die FDP mit ihren zwei Ratsvertretern aus.

Kommentare (1)

  • regina ranft

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    hallo liebe leser des rundblicks, hallo silvia,
    die einzige beschlossene sache zur zukunft der lindenbrauerei ist der satz zum neuen haushalt:keine zuschusserhöhung für niemanden,also auch für die lindenbrauerei! und das wäre,
    da hat andy koch sehr recht,dass ende für kulturzentrum! bislang glaubt eine mehrheit der poltik
    noch, mit überbrückungshilfen auskommen zu können. es wird vermutet,dass in der linde noch einiges einzusparen ist. aber wer das kulturzentrum in seiner jetzigen vielfalt erhalten möchte, wird nicht um hin kommen eine grundsätzliche entscheidung zur finanziellen absicherung zu treffen! bei den im richtergutachten ausgewiesenen 50.000€ handelt es sich nicht allein um sparvorschläge,wie zb. 10.0000€ NK-einsparungen durch die neue heizungsanlage für die gesamte lindenbrauerei,für deren neubau die stadt jetzt erstmal fördermittel beim land beantragt!
    sondern auch mehreinnahmen in höhe von 25.000€ durch getränkepreiserhöhung,die längst schon in 2013 erfogt ist! hier darf dann der kunde die zeche zahlen und das dies nicht ständig fortgesetzt werden kann liegt für jeden auf der hand,zu mal in 2014 bereits zwei preiserhöhungen durch die getränkewirtschaft erfolgt sind,das kompesiert dann die bierpreiserhöhung und da kommt kein zusätzliches geld beim kulturzentrum an! und dann gibt es noch den gutachtervorschlag personal zu entlassen, als wenn das so einfach wäre und moralisch vertretbar…..
    also, kommt vorbei und macht euch selber ein bild!

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