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Weniger Knöllchenschreiberei, mehr Polizeistreifen: Bürgermeister will Einbruchsproblematik mit Landrat erörtern

Wird bei der Kreispolizeibehörde zuviel Energie aufs Knöllchenschreiben verwendet statt darauf, massiv gegen die Einbruchserie im Kreis vorzugehen? Diese Anfrage stellte FDP-Ratsherr Andreas Tracz am Donnerstagabend in der Ratssitzung.

Er berichtete von Gesprächen mit Polizeibeamten, die selbst erklären: Sie würden lieber verstärkt Präventionsstreifen fahren als Knöllchen zu schreiben. Angesichts der seit Wochen nicht abreißenden Einbruchsserie erscheint eine Verlagerung der Einsatzgewichtung dringend geboten.

Massive Forderungen nach verstärkter Polizeipräsenz kommen insbesondere aus Königsborn, wo allein in dieser Woche sechs Einbrüche gemeldet wurden. Bis auf einen Fall passierten alle Taten tagsüber. In einigen Fällen genügte den Kriminellen eine knappe Stunde, in der die Bewohner außer Haus waren, um die Räume auf den Kopf zu stellen und alle erdenklichen Wertgegenstände zu stehlen. In einem Fall verschwand sogar eine antike Spielzeugeisenbahn.

In den Reaktionen auf unsere Berichterstattung wurde überdies Kritik an der Art deutlich, mit der Beamte der Wache Unna auf mögliche Täterhinweise reagieren. Desinteresse und Unfreundlichkeit wurden moniert. Man fühle sich mit seinen Hinweisen – auch zeitnahen nicht – nicht wirklich ernst genommen.

Bürgermeister Werner Kolter versprach, das Thema mit Landrat Michael Makiolla als Chef der Kreispolizeibehörde zu erörtern.

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