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Weihnachtsnachlese mit schwingenden Stimmen: In Unna, in Fröndenberg und heute final in Holzwickede

Am Samstag vor dem Dreikönigstag werden vielerorts schon wieder die Christbäume aus den Wohnstuben geworfen; für katholische Christen endet die Weihnachtszeit nun aber erst am Sonntag nach Dreikönige, und so war die „weihnachtliche Nachlese“ der Swingin´ Voices auch in diesem Jahr wieder bestens in der St. Marien-Kirche Fröndenberg aufgehoben. Zumal das weitläufige Gotteshaus zumindest halbwegs die Besuchermassen fassen kann, die das Vokalensemble regelmäßig zu seinen nachweihnachtlichen Konzerten empfängt.

Die Auftritte der Swingin´ Voices gleich nach Weihnachten in Unna (St. Katharina – am vergangenen Samstag) und Holzwickede (heute – 17 Uhr, Ev. Kirche am Markt) sind grundsätzlich überfüllt, und auch ihr zweites Gastspiel in Fröndenberg machte gestern keine Ausnahme. Schwingende Stimmen – das sind der glockenklare Sopran von Ilka Olbrich, Viola Hausmanns wunderschön getönter Mezzosopran und Alt, Michael Wittigs Tenor – er kann bei Bedarf auch Altus -, Marcus Olbrichs Bariton und Gerald Herrmanns sonorer Bass.

Sie ziehen wie immer langsam mit Kerzengläsern in den Händen in die noch dämmrige Kirche ein, singen dazu die wunderschöne alte Weihnachtsweise „Menschen, die ihr ward verloren“. Michael Wittig entschuldigt seinen erkrankten Vater, der sonst immer kurze, nachdenkenswerte Textbeiträge zwischen den Gesangsbeiträgen liest. Dies übernimmt in diesem Jahr sein Sohn.

Wittigs freundlicher Bitte, erst am Ende des Konzerts Beifall zu spenden, können die Besucher oft nur mühsam nachkommen,  immer wieder zucken Hände, so z. B. als César Francks feierliches „Panis Angelicus“ verklungen ist oder zuvor „Deck the Hall“, ein wunderbares Weihnachtslied aus Wales (16. Jahrhundert).

Swingin Voices

Bis auf sparsamen Keyboard-Einsatz singen Ilka Olbrich, Viola Hausmann, Michael Wittig, Marcus Olbrich und Gerald Herrmann (v. li.) rein a cappella.

Weihnachtliches, Klassisches wie auch stimmungsvoll Poppiges steht auf dem Nachlese-Programm der Voices. Die oft ungewöhnlichen Arrangements sind bis auf zeitweilige verhaltene Keyboardbegleitung ausschließlich auf Stimme konzentriert und perfekt intoniert. Manches ist zum Seufzen schön: wie z. B. Andrew Lloyd Webbers „Musik aus der Dunkelheit“, jenes träumerische Stück aus dem „Phantom der Oper“, bei dem die beiden Frauen, Wittig und Hermann jeweils auch solo ihr Können zeigen. Und wie in jedem Jahr dürfen, nein sollen die Besucher natürlich auch selbst wieder mitsingen: Diesmal bei „Freue dich Welt“ von Händel, „Lobt den König aller Welten“ (Mendelssohn-Bartholdy) und natürlich – alle Jahre wieder – beim „O du fröhliche“.

Das Publikum dankt dem großartigen Ensemble mit hingebungsvollem Schlussapplaus und mit großzügigen Gesten ausgangs an den Spendenkörbchen.

 

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