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Weihnachtsmarkt vor der Stadtkirche fällt zum zweiten Mal aus

Apfel, Nuss und Mandelkern… Alle Jahre wieder ergänzte stets an den den vier Wochenenden vor Advent ein kleiner, feiner Weihnachtsmarkt vor der Evangelischen Stadtkirche den „großen“, vierwöchigen in der Fußgängerzone und auf dem Alten Markt. Leider muss der lauschige Budenzauber in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge entfallen. Der Kirchengemeinde fehlt es am Personal.

Im vorigen Jahr kam der Stadtkirchengemeinde die anstehende Kirchplatzsanierung in die Quere. Zwar rollten die Bagger dann doch erst im neuen Jahr an, doch den ursprünglichen Planungen zufolge wäre der Kirchplatz eben schon in der Adventszeit eine Baustelle gewesen. Daher war der Weihnachtsmarkt bereits längerfristig vom Programm gestrichen worden.

Jetzt ist der Kirchplatz zwar besucherfein hergerichtet (Bild rechts: der Eröffnungsabend zum Stadtfest Anfang September); er könnte sich somit ideal für Weihnachtsmarktgäste präsentieren. Aber: der Gemeinde in der Stadtmitte fehlt es an allen Ecken und Enden an Personal.

Konkret fehlt die Manpower eines einzelnen Mannes – die des Stadtkirchenpfarrers  Uwe Pehle. Da er noch bis zum Ende des Jahres weiter krank geschrieben bleibt, fehlt der Gemeinde in der arbeitsintensiven Weihnachtszeit eine volle Pfarrstelle – noch wichtiger: Ihr fehlt der eigentliche Motor und Organisator des kirchlichen Budenzaubers, der- bei aller Putzigkeit – doch einen Haufen Arbeit mit sich bringt.

Die Holzhütten, immerhin acht bis zehn an der Zahl, müssen aufgebaut, bestückt werden (es gibt ausschließlich Angebote für wohltätige Zwecke und natürlich heißes Glühgetränk), es müssen sich Freiwillige für den Verkauf und die Beaufsichtigung finden, es muss anschließend wieder alles abgebaut werden. Kurzum bedeutet der Kirch-Weihnachtsmarkt acht volle Tage vollen Einsatz von morgens bis abends – „jedes Wochenende Samstag zehn Stunden und Sonntag zehn Stunden“, konkretisiert Pfarrerin Barbara Dietrich den Aufwand.

Dass der beliebte Budenzauber auf dem Kirchplatz zum zweiten Mal entfallen müsse, sei natürlich sehr schade – gerade weil sich der Platz ja nun eben so richtig besucherfein präsentiert. „Wir alle finden das äußerst bedauerlich“, bekräftigt denn auch Pfarrerin Dietrich. „Aber uns fehlen einfach die Arbeitskapazitäten.“

Zumal viele der urigen Holzhütten angeschlagen oder desolat sind – wohl auch aufgrund von Vandalismus. Sie müssten also erst einmal repariert werden. „Es haben sich“, so fasst Pfarrerin Elke Markmann das Problem zusammen, „einfach nicht genügend Ehrenamtliche gefunden.“ Vielleicht also 2015 wieder: Aller guten Dinge sind drei.

Krippenausstellung

Zum guten Schluss das, was nicht ausfällt: Die Krippenausstellung in der Stadtkirche (hier zwei Archivbilder). Diese wird auch in der diesjährigen Adventszeit wieder die Herzen und Seelen erfreuen.

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