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Wegen Kitten-Schwemme muss Tierheim auch diesen Samstag geschlossen bleiben

Die Tierheimmitarbeiter wissen nicht wohin vor Arbeit – die erste „Kitten-Schwemme“ dieses Jahres hat begonnen, die „Maikätzchen“ werden geboren bzw. sind bereits auf der Welt. Deswegen muss das Tierheim auch an diesem Samstag erneut geschlossen bleiben.

„Es ist einfach so unglaublich viel zu tun mit den vielen jungen Kätzchen“, erklärt Kreissprecherin Birgit Kalle mit Bedauern diese erneute Samstagsschließung nach der von voriger Woche. Auch am Pfingstsamstag war das Tierheim des Kreises an der Hammer Straße aus „organiatorischen Gründen“ nicht für den Publikumsverkehr geöffnet; diese organistorischen Gründe sind schlicht die, erklärt Birgit Kalle, dass es jetzt im Mai eben so viele (ungewollte) Kätzchen gibt.

Kastrationspflicht für freilaufende Katzen besteht immer noch nicht in allen Städten. Fröndenberg hat sie, Bergkamen ebenfalls, in Unna hingegen fand sich bisher keine politische Mehrheit. Hier versuchen vor allem die Freien Wähler (FW/FLU) eine verbindliche Pflicht zur Kastration aller „Draußen-Katzen“ durchzusetzen; bisher waren ihre Anträge aber nicht von Erfolg gekrönt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tierheim könnten sich jedenfalls aufgrund dieser Vielzahl jüngster bzw. neugeborener Kätzchen nicht zusätzlich noch um Samstags-Besucher kümmern, wirbt Kreissprecherin Birgit Kalle um Verständnis. „Es besteht aber ja unter der Woche Gelegenheit, sich die Tiere anzusehen“, erinnert sie. Freilich: „Für Berufstätige sind die Zeiten nicht wirklich günstig, das wissen wir und das tut uns auch leid. Aber wir können es momentan nicht ändern.“

Werktags hat das Tierheims zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet: montags von 10 bis 12 Uhr, dienstags von 13.30 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 13.30 bis 16 Uhr. Telefonisch ist das Tierheim des Kreises an der Hammer Straße 117 in Unna unter 0 23 03 / 6 95 05 zu erreichen.

(Bildquelle: Tierheim Kreis Unna)

Kommentare (4)

  • Tobi

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    Die Stadtverwaltung hat die Verantwortung an den Kreis abgegeben und so lästige Arbeit weggeschoben.
    Der Kreis scheint aber ebenfalls kein Interesse an einer Lösung zu haben, sonst hätten sie das mal in Recht für alle Kommunen gegossen.
    Das interessiert die genausowenig wie Tauben- und Krähenpopulation. Die Verantwortung wird auf die Bürger abgewälzt. Füttert die Tauben nicht, dann vermehren sie sich nicht. Und Katzenvermehrung ?!? Ist doch egal. Man kann die Viecher dem Tierheim aufs Auge drücken. Und wenn die jammern, will der Kreis davon auch nichts wissen.
    Sorry für den Sarkasmus. Aber der kommt, wenn Politiker keinen Bock haben, Probleme anzupacken. Ist ja nicht ihr persönliches Problem….

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    • Birgit

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      Das ist wieder so typisch für Unna! Genau auf den Punkt gebracht, leider!

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  • Fabio Camonita via Facebook

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    Salvina Camonita Jerry

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  • Stefan Werner

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    Solche Probleme gäbe es nicht, wenn Politiker für ihr Tun und auch Nichttun finanziell geradestehen müssten. So wie jeder Bürger im Privatleben oder jeder Unternehmer halt auch. Solange Politik aber Hobby oder persönliche Profilierung bleibt, kann das nichts werden!

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