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Was ist wichtiger: In Schulen investieren oder Fußgängerzone erneuern?

Für was soll die Stadt Unna das Geld, das sie derzeit nicht hat (Stichwort Nothaushalt), zuerst ausgeben: in eine Generalsanierung der Schulen? In eine Komplettrenovierung der Eissporthalle? Oder in eine Totalerneuerung der Fußgängerzone? Investitionsbedarf herrscht da wie dort, wenigstens auf diesem minimalen Nenner findet die Politik zusammen.

Damit sich die Debatte aber nicht immerzu nur im Kreise dreht, verlangt die CDU von den anderen Fraktionen, sich zu entscheiden, was sie denn nun zuerst wollen. Alles geht ja schlecht bei leeren Kassen. „Unsere Prioritäten sind klar“, betonte Heckmann bei der Debatte im Haupt- und Finanzausschuss, „sie liegen auf unseren Schulen. Genau deshalb haben wir auch diesen Antrag gestellt.“ „Diesen Antrag“, von dem der CDU-Fraktionschef sprach, hatten die anderen Fraktionen gerade genüsslich in der Luft zerfetzt. In ihm stand, die Verwaltung möge eine exakte Kostenaufstellung liefern, was in welchem Zeitraum wann in den Unnaer Schulen saniert, repariert, erneuert, in Stand gesetzt werden muss. Diese Daten liefere die Stadtverwaltung doch ohnehin im Zuge der Haushaltsplanaufstellung, konterte die SPD, und Pirat Christoph Tetzner meinte mit treuherzigem Augenaufschlag: „Also ich versteh´ das alles nicht. Wir werden auf die Zahlen warten und fertig.“

Bürgermeister Werner Kolter sah sich bemüßigt, im Zusammenhang mit Sanierungsbedarf doch einmal ein klares Wort zum Zustand der städtischen Lehranstalten aus seiner Sicht zu verlieren: „Ich denke, wenn man objektiv schaut, sind unsere Schulen – von uns allen, durch große Kraftanstrengung – in einem vergleichsweise sehr ordentlichen Zustand. Sie halten auch kritischer Betrachtung stand.“ Dennoch, beharrt die CDU, muss sich der Rat spätestens bei der Verabschiedung des Haushaltsplans Ende Oktober darüber klar sein, wofür die Stadt ihr Geld primär ausgeben soll: „Müssen wir in die Fußgängerzone investieren?“, insistierte Heckmann mit Betonung auf „müssen“ – „oder können wir zuerst in die Schulen investieren?“ Für die CDU ist diese Frage jedenfalls schon beantwortet.

Nicolaischule Unna

In Unnas Schulen zu investieren (hier die Nicolaischule am Nordring) hat für die CDU höhere Priorität als eine neue Fußgängerzone.

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