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Wahlbroschüre „in leichter Sprache“ – 500 Wahlhelfer für Unna gesucht

Die „leichte Sprache“ hat auch Unna erreicht. Ab April gibt eine, so die Stadt, „neue Broschüre ohne bürokratische Formulierungen in leichter Sprache“ Auskunft über das Wahlrecht und die Teilnahme an Wahlen. Das Infoheft wird vom Landeswahlleiter in Zusammenarbeit mit verschiedenen NRW-Behörden herausgegeben und an die NRW-Kommunen verteilt. Wie berichtet, soll in Dortmund auf Wunsch der Linken ein „Kompetenzzentrum für einfache Sprache“ entstehen.

http://rundblick-unna.de/dortmunds-linke-fordern-kompetenzzentrum-fuer-leichte-sprache/

In Unna werden Wahlhelfer gebraucht – insgesamt 500 für die Landtagswahl am 14. Mai und die Bundestagswahl am 24. September. Um mehr Menschen für dieses Ehrenamt zu gewinnen und bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen, stellt das Land NRW online Hilfen zur Verfügung – von der Online-Lernplattform für Wahlvorstände über Wahlinformationen in leichter Sprache bis zu einer Facebook-Kampagne für Erstwähler.

Ein eigens produzierter Videoclip soll dafür sorgen, noch mehr Menschen für die ehrenamtliche Tätigkeit als Wahlhelfer zu gewinnen. Wer bereits Wahlhelfer ist, kann sich in einer Online-Lernplattform auf seine Aufgaben am Wahlsonntag vorbereiten. Ab Anfang April 2017 können sich Erstwähler auf Facebook über die Basics zur Landtagswahl informieren.

Als Aufwandsentschädigung für den Zeitaufwand gibt es eine sog. „Erfrischungspauschale“ von mindestens 21 Euro.

Wer Interesse hat, kann sich auf der Internetseite des Ministeriums informieren: http://www.mik.nrw.de/landtagswahl-2017/landtagswahl-2017.html
Wer sich bereits jetzt schon als Wahlhelferin oder -helfer zur Verfügung stellen möchte, kann dies über das Internet tun unter: https://www.citeq.de/olav/wahlhelfer?mbom=5978036 oder sich im Bürgerservice im Unnaer Rathaus melden.

 

Kommentare (3)

  • Wierumer

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    Ich hatte ja mal darüber nachgedacht ob ich mich als Wahlhelfer bewerbe. Allein schon wegen der 21€ und viele neue Bekanntschaften kann man ja auch schließen. Da ich aber jetzt als geistig minderbemittelt eingestuft werde nehme ich doch lieber Abstand davon.

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  • Markus Antonius

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    Hat mal jemand darüber nachgedacht, ob es überhaupt sinnvoll ist, daß Leute, die derart informiert werden müssen, wählen. Ich sehe da die große Gefahr rein emotionaler Wahlentscheidungen. Und wohin die führen, kann man sich in den USA anschauen.
    Ich will niemandem sein Wahlrecht nehmen. Aber muss man seine Ausübung dergestalt fördern?

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    • Dieter Schulze

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      Es gab einmal in diesem ande eine Zeit, wo Menschen mit Handicaps nicht wählen durften, weil sie als Minderbemittelte (siehe Kommentar von Wierumer) nicht zur (anegblich) bemittelten Rasse gehörten. Sie (Markus Antonius) mögen das nicht so meinen, aber es wurde unsere Grundrechte brechen. Die Frage wäre ebenso, ob man zu 80 oder 90% die Rechtschreibung beherrschen muss, damit man wählen darf. Und was mache ich mit den fast 10% funktionellen Analphabeten in Deutschland?
      Ja! Man muss auch solche Menschen fördern, damit sie aktiv an unserer Zivilgesellschaft teilhaben können.

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