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Vorsicht: Falsche Polizisten rufen an und wollen „vorbeikommen“

Mit der Rufnummer der Polizei im Display klingelte abends hintereinander bei drei Seniorinnen (72, 83, 84) mehrfach das Telefon. Der Unbekannte am anderen Ende gab sich als Polizist aus. Und behauptete: Einbrecher hätten das Haus der alten Dame ins Visier genommen. Deshalb müsse sich er sich nun über Einstiegsmöglichkeiten informieren – vor Ort, in ihrem Haus. Vorsicht!!

Der angebliche Polizist war natürlich keiner. Internettechnik macht´s möglich, dass Kriminelle die Rufnummern von Behörden für ihre Interessen missbrauchen. So geschehen vorige Woche in Hamm, gleich dreimal an einem Abend.

Der angebliche Polizist am anderen Ende der Leitung wollte zudem wissen, wo die Seniorinnen ihren Schmuck aufbewahrten und wo die Safes untergebracht seien. Alle drei alten Damen taten  das einzig Richtige: Sie legten auf und riefen die echte Polizei an.

Das Phänomen, unter einer anderen Identität bzw. Telefonnummer jemanden anzurufen, nennt sich Call ID Spoofing. Die Internet-Telefonie macht diese Masche möglich. Anstatt der Originalrufnummer wird in der Rufnummernanzeige eine x-beliebige Nummer angezeigt.

Kriminelle missbrauchen dies, warnt die Polizei, um sich vertrauliche Informationen zu beschaffen oder ihre Opfer unter Druck zu setzen. Die Betrüger sind sprachlich gut geschult. Sie bedienen sich offizieller Rufnummern von Staatsanwaltschaften, Finanzämtern, Polizeidienststellen oder auch Rechtsanwaltskanzleien. Zum Teil benutzen sie sogar Durchwahlen von Sachbearbeitern, die tatsächlich existieren.

Niemals am Telefon sensible, persönliche Daten preisgeben! Das Gespräch beenden. Im Zweifelsfall anschließend selbst bei der entsprechenden Behörde anrufen und sich erkundigen.

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