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Vor grausamem Tod gerettet: Mieter in Hagen wollten lebenden Gänsen die Köpfe abschneiden

Bei lebendigem Leibe sollten die Vögel für einen „besonderen Weihnachtsschmaus“ in der Wohnung geköpft werden. Zum Glück schlug eine aufmerksame Nachbarin Alarm. In einem Mietshaus in Hagen haben frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags mehrere Polizisten 5 Gänse vor einem grausamen Tod bewahrt, schreibt die Hagener Polizeipressestelle.

Gegen 05.00 Uhr sah eine Anwohnerin, wie eine Frau auf ihrem Balkon mit einem Besen auf eine lebende Gans einschlug. Entsetzt alarmierte die aufmerksame Zeugin die Polizei. Die Beamten trafen in der Wohnung die beschriebene 25-jährige Frau vor, die zuvor die Gans malträtiert hatte. Zudem sahen sie im Wohnzimmer eine an den Füßen fixierte lebende Gans auf dem Boden liegen, auf die eine alte Decke gelegt war. Und noch 4 weitere lebende Gänse befanden sich in der Wohnung.

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Die zahlreichen anwesenden Personen befanden sich offensichtlich mitten in der Essensvorbereitung. Und der 27-jährige Wohnungsmieter gab gegenüber den Polizisten offen an, dass er den Gänsen den Kopf abschneiden wolle.

Die Vögel hatte er im Internet gekauft. Sie wurden durch die Beamten sichergestellt und ins Hagener Tierheim gebracht – jetzt sind die in letzter Minute geretteten Schnattertiere in Sicherheit.

Auf die 25-jährige Frau und den 27-Jährigen Mann kommt ein Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu.

(§ 4a  (1) Ein warmblütiges Tier darf nur geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzugs zum Zweck des Schlachtens betäubt worden ist.)

 

Nach weitergehenden Informationen der Westfalenpost (WP) handelte es sich bei den Mietern um eine Familie aus Rumänien.

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Kommentare (8)

  • Malte

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    Ich liebe Flüchtlinge.

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  • Markus

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    Um Gänse zu betäuben muss man schon mit einem Gegenstand evtl. auch mit einem Stück Besenstiel auf den Kopf schlagen. Dies kann von manchen Städtern dann schon mal als „einschlagen“ bezeichnet werden.
    (Und da Gänse nicht auf den Schlag bewegungslos warten…..kann es so manchen Schlachter auch mal überfordern…lol).
    Auch ist das Schlachten von Tieren in Wohnungen nicht verboten.
    Spricht ja auch nichts dagegen.

    Ich bin mal gespannt was die Anzeige bringt. Hoffe Rundblick berichtet.
    Wahrscheinlich wird das Verfahren eingestellt. 😉

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  • petter uhlenbusch

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    Das ist der pure Horror. Aber wie sagte meine Oma immer.:
    Wer Tiere liebt, der liebt auch andere Menschen“
    Schade, das die Bande wieder einmal mit einer Ermahnung und
    ein paar Euro Geldbuße davonkommt und dadurch zu weiteren
    Grausamkeiten ermuntert wird.

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    • wunderlich

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      Wer Fleisch essen möchte, muss auch Tiere töten, so ist das einfach.
      Früher waren Hausschlachtungen völlig normal … aber heute wird es als grausam dargestellt.
      Bei uns gingen regelmäßig Rinder und Schweine durch die Waschküche und kamen als Wurst/Fleisch wieder raus.
      Meinst du, dass Millionen von Gänsen, die in den letzten Monaten ihr Leben lassen mussten, um in die Röhre geschoben zu werden, vorher jeweils überredet wurden, freudvoll ins Jenseits zu hüpfen?

      Mein Opa sage ähnliches, wie deine Oma, aber er hat mir bereits als Kind beigebracht, wie Hühner und Karnickel (ordentlich) geschlachtet werden.
      Täte dem ein oder anderen mal gut, so etwas zu sehen … dann ginge er wahrscheinlich respektvoller mit seinem Braten um.

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      • petter uhlenbusch

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        Hallo Wunderlich,
        ja, auch ich habe schon bei der ein- oder andere Hausschlachtung mitgeholfen.
        Aber es kommt auf das wie an. Wer jeglichen Respekt vor den Tieren
        verliert und auf die Tiere einschlägt, dem gehört dermaßen in den
        Ar…h getreten das er das nie wieder vergisst.

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        • wunderlich

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          Naja,
          bei uns kriegte ein Karnickel auch erst einen Hieb mit dem Knüppel … ich glaube nicht, dass die Aldi-Kunden von heute beurteilen können, was da richtig oder falsch ist.
          Es wird auch in dem Artikel nur von den „noch lebenden“ Tieren gesprochen.
          Ob schon welche in der Würze lagen, ist nicht ersichtlich.

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          • Silvia Rinke

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            Nein, alle Gänse, die der Mieter nachgewiesen per Ebay bestellt hatte, wurden gerettet.

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  • Dagobert

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    Da ich sehr gute rumänische Freunde haben : Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren die Herrschaften keine Rumänen. Vermutlich waren es (genau wie der U-Bahn-Treter in Berlin) Angehörige der Volksgruppe der Sinti und Roma mit rumänischem Pass. Zumindest sehen die Rumänen es so.

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