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Vier der sieben Parteien laden zu Neujahrsempfängen – wieder jede zu ihrem eigenen

Traditionell beginnt die Unnaer Politik das Jahr wieder mit größeren und kleineren Empfängen. Vier der sieben im Rat vertretenen Parteien richten Empfänge aus – wie in all den Jahren zuvor wieder jede ihren eigenen. Das heißt, dass man sich munter wechsel- und gegenseitig mit teilweise wechselnden Akteuren besucht.

Die Idee eines gemeinsamen großen Empfangs fand bisher keinen Zuspruch. Martin Bick, Fraktionsvorsitzender der FDP, machte als Gastgeber des ersten Neujahrsempfangs 2015 am gestrigen Abend in der Neuen Schmiede für seine Partei deutlich, wieso man sich nicht einfach zusammentut: Bei einem Gemeinschaftsevent mit der sechsfach größeren CDU und der gar zehnmal so großen SPD ginge man als kleine Partei schlicht unter, argumentierte Bick. Man wolle politisches Profil zeigen mit seinen eigenen ausgewählten Gästen. Und das sei eben nur möglich, wenn man selbst in die Gastgeberrolle schlüpfe.

Den größten der Empfänge  richtet am kommenden Sonntag, 11. Janaur, der SPD-Stadtverband aus. Von 11.15 bis 14 Uhr begrüßen und bewirten die Genossen in der Stadthalle Vertreter Unnaer Vereine, Verbände, Organisationen, öffentlicher Einrichtungen und der Kirchen. „Gemeinsam heben wir zuversichtlich ein Glas auf das neue Jahr“, schreibt der Stadtverbandsvorstand auf seiner Homepage.

Die CDU begrüßt – gleichfalls traditionell – ihre geladenen Gäste zuvor am Freitag, übermorgen also. Beginn ist um 19 Uhr im Hotel Katharinenhof. Es gibt – ebenfalls Tradition bei den Konservativen – Grünkohl und Rotkohl.

Am letzten Sonntag im Januar, dem 25. 1., folgt schließlich noch der Neujahrsempfang der Bündnisgrünen, wie immer im Schalander, der Kneipe des Kulturzentrums Lindenbrauerei. Los geht es um 11 Uhr. Dummerweise wird haargenau an diesem Sonntag um 11 Uhr auch der Lichtkunstpreis verliehen… immerhin findet das Event im selben Gebäude statt, so dass Interessierte an beiden Veranstaltungen lediglich ein Stück treppauf- und treppab wandern müssen.

Verzicht auf offizielle Neujahrsempfänge üben neben den fraktionslosen Piraten auch Freie Wähler/Freie Liste (FW/FLU) und Linkspartei. Alle haben wie die FDP jeweils zwei Ratsvertreter, bekamen bei der Wahl sogar (deutlich – im Fall der FW/FLU) mehr Stimmen und Prozente. Dennoch planen sie keinen formellen Jahresstart mit Gästen und Bewirtung.

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