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Videoüberwachung im Brückstraßenviertel gestartet: Meinungen geteilt

Protest von den Grünen, gemischte Resonanz bei den Passanten. In Dortmund hat am Wochenende die Videoüberwachung des Brückstraßenviertels begonnen. Mit Start am Freitag sind jetzt – zunächst für ein Jahr – 5 Kameras im Einsatz, um die Sicherheit in dem Einkaufsviertel in der nördlichen City zu erhöhen.

Das Brückstraßenviertel gilt sowohl als Partymeile wie auch als Kriminalitätsschwerpunkt (Drogenhandel). Die neue Videoüberwachung hat rund 120.000 Euro gekostet.

Die 5 dreh-, schwenk- und neigefähige Kameras überwachen die Brückstraße, den Platz von Leeds sowie den größten Teil der Straße Helle.

Ein neu eingerichteter Beobachtungsplatz wurde in der Leitstelle der Dortmunder Polizei eingerichtet. Geschulte Polizeibeamte werden an den Wochenenden – Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag – sowie wochentags „an einsatzrelevanten Tagen wie Altweiberfastnacht“ u.a. in der Zeit von 22 – 7 Uhr die Geschehnisse auf der Brückstraße durch die Kameras beobachten. Gefahrensituationen werden zeitnah an Polizeikräfte vor Ort übermittelt, kündigt Polizeipräsident Gregor Lange an. Eine Aufzeichnung erfolgt nur zu diesen Zeiten.

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Die Dortmunder Grünen protestierten am Wochenende gegen die Videoüberwachung, wollen statt Kameras mehr Streifenpolizei. Bei einer Umfrage des WDR zeigten sich die Besucher des Einkaufsviertels in ihren Meinungen gespalten. Gegner und Befürworter hielten sich laut dem Sender die Waage.

„Ziel ist es, der Kriminalität sichtbar und entschieden entgegenzutreten und das Sicherheitsgefühl der Bürger sowie der Besucher unserer Stadt Dortmund zu stärken. Potentielle Straf- und Gewalttäter müssen ab heute wissen: Die Polizei hat sie im Blick!“ erklärt Gregor Lange. „Mit unseren nochmals verstärkten Präsenzmaßnahmen kann die Videobeobachtung, als punktuelle Maßnahme, ein wertvolles Instrument zur Bekämpfung der Kriminalität im Bereich der Brückstraße sein. Geschehnisse aus der jüngsten Vergangenheit, wie zum Beispiel die schreckliche Tat in Berlin auf der Rolltreppe zeigen, wie wichtig eine Videobeobachtung im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung für das Ermitteln von Tätern sein kann.“

Der 15-Punkte-Plan der Landesregierung zur Verbesserung der Inneren Sicherheit war Ausgangspunkt für Planungen einer Videobeobachtung in Dortmund.

Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    Wer sich Heutzutage noch beschwert über einen Einbruch in seine Privatsphäre, durch Videoüberwachung von öffentlichen Straßen und Plätzen, der hat die technische Entwicklung der Neuzeit völlig verschlafen. Wo Schwerpunkte der Kriminalität sind, ist die Videoüberwachung für die Polizei ein wichtiges Werkzeug. Es ist langzeitlich wesentlich billiger als der Einsatz von noch mehr Polizeikräften und die Polizei kann Einsätze wesentlich gezielter ausführen. Schließlich wollen wir ja alle mehr Sicherheit. Dazu Leistet Videoüberwachung einen wesentlichen Beitrag.

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  • Cora

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    Außer den Kriminellen hat doch niemand was zu befürchten.

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  • Hanno

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    Ist ja klar, dass die Grünen wieder was gegen Sicherheit und Ordnung haben…..nur, wenn es sie selbst trifft, dann weinen sie.

    Wie man etwas gegen das Fangen von Verbrechern haben kann, ist mir schleierhaft. Gott sei Dank haben die Grünen in diesem Staat nichts zu sagen. Sonst wären wir eine Chaosrepublik….

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    • Silvia Rinke

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      Die Grünen wollen statt Video mehr Polizeistreifen, Hanno.

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      • Wierumer

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        und woher sollen diese „mehr Polizeistreifen“ kommen? Vielleicht abziehen aus Unna oder Hamm? Gerade Rot Grün in NRW hat doch massiv Personal bei der Polizei in den letzten Jahren abgebaut. Da hilft auch nicht die groß angekündigte Personalaufstockung bis 2018, denn letztendlich werden da nur die Personalabgänge aufgefangen. Und Ausbildung dauert und kostet.

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      • luenne

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        also mehr Polizeistreifen + Videoüberwachung wäre am besten+ Bodycam + dashcam +++ je mehr möglichkeiten die Polizei hat die bekloppten zu überführen umso besser.
        eventuell schreckt das auch mal ein paar idioten ab

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