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Verzweifelter Ehemann stach zu – Viereinhalb Jahre für versuchten Mord

Mildes Urteil für versuchten heimtückischen Mord. Ein 49jähriger Mann aus Werne wandert für vier Jahre hinter Gitter. Das Dortmunder Schwurgericht blieb mit diesem Strafmaß anderthalb Jahre unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Der Verurteilte hatte im Sommer versucht, seine Ehefrau – die von ihm getrennt lebte – im ehemaligen gemeinsamen Haus in Werne-Stockum zu erstechen. Der Hintergrund war tragisch; denn der Handwerker war verzweifelt, da er durch eine Gehirnblutung vier Jahre zuvor chronisch pflegebedürftig geworden war und im Rollstuhl saß. Als sich dann noch seine Ehefrau von ihm trennte und zu einem neuen Lebensgefährten zog, fasste der verzweifelte Verlassene den Plan, sie zu töten und sich anschließend selbst umzubringen.

Am Tatmorgen stach er seiner Frau mit einem versteckt gehaltenen Küchenmesser mehrmals in den Rücken, als sie gerade vor seinem Rollstuhl hockte und ihm die Schuhe zuband. Blutend konnte sich die Verletzte zu Nachbarn flüchten. Den Ehemann fand die Polizei kurze Zeit später im Haus mit schweren Stichverletzungen, die er sich selbst zugefügt hatte.

Der 49Jährige war bislang nicht vorbestraft. Als chronischer Pflegefall wird er seine Haft wohl komplett in einem Justizvollzugskrankenhaus verbüßen.

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