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Vermisst – Fälle mehren sich: Polizei und Heimaufsicht diskutieren auch über GPS

Immer wieder wurden in den vergangenen Monaten in Unna und kreisweit ältere, oft an Demenz erkrankte Menschen als vermisst gemeldet. Die Angehörigen (und bei Heimunterbringung die Heimleitungen und das Pflegepersonal) blieben in bangem Warten zurück. Leider gingen einige Vermisstenfälle auch tragisch aus – trotz intensiver Suche auf dem Boden und aus der Luft mittels Polizeihubschrauber werden auch immer wieder verschwundene Personen nur noch tot aufgefunden. Wie im vorigen Jahr bei einem besonders tragischen Fall in Heeren-Werve.

Kreispolizei und Kreis-Heimaufsicht des Kreises sehen mit Sorge, dass die Zahl der vermissten hilfebedürftigen Menschen steigt. Eine Möglichkeit der Abhilfe wäre z. B. der Einsatz enes GPS-Systems. Über dieses und vorbeugende Maßnahmen drehte sich ein Informationsaustausch, zu dem Polizei und Heimaufsicht gemeinsam eingeladen hatten.

Das Interesse an einer besseren Vernetzung war enorm, schildert der Kreis in einer Mitteilung. „Über 120 Vertreter von unterschiedlichen Wohn- und Betreuungsangeboten aus dem gesamten Kreisgebiet folgten der Einladung. Aus gutem Grund, haben sie doch eine besondere Verantwortung für ihre meist alten, oft dementen und pflegebedürftigen Bewohner.

Info über Pflichten der Betreuungseinrichtungen

Nach der Vorstellung von Fallbeispielen durch die Polizei informierte die Heimaufsicht über die Pflichten der Betreuungseinrichtungen. Diskutiert wurden auch der Einsatz eines GPS-Systems und die Ergreifung vorbeugender Maßnahmen.

Unterm Strich war einmal mehr klar: Die Aufgaben sind unterschiedlich, die Verantwortung für hilfebedürftige Menschen tragen alle. Auch deshalb soll der Austausch weiter fortgesetzt werden.“

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