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Verbraucher spenden gerne Altkleider

Kleidung aus zweiter Hand bietet viele Vorteile – sie ist günstig, oft  originell und  dabei noch ökologischer, weil für sie keine neuen Fasern erzeugt werden müssen. „Rund 60 Prozent der Verbraucher kennen die Vorteile von gebrauchten Textilien und haben schon einmal das Angebot genutzt“, teilt die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW mit, die im Mai und Juni mehr als 400 Menschen in ganz NRW zu diesem Thema befragt hat.

Altkleidersammlung sehr beliebt

Jutta Eickelpasch (links) und Anja Sklorz  beim Auftakt ihrer gemeinsamen Kleidertauschbörse im Mai. Eine Wiederholung im Frühjahr ist geplant.

Jutta Eickelpasch (links) und Anja Sklorz beim Auftakt ihrer gemeinsamen Kleidertauschbörse im Mai. Eine Wiederholung im Frühjahr ist geplant.

Weit verbreitet ist nach den Erkenntnissen der Umweltberatung die Abgabe alter Kleidung an Sammelstellen. 82 Prozent der Verbraucher spenden der Befragung nach ihre Kleider an meist karitative Sammler oder werfen sie in die am Straßenrand bereitgestellten Container. Auch an Familie, Freunde und Bekannte geben die Befragten Kleidung weiter, die sie selbst nicht mehr tragen. Nur acht Prozent der Befragten gaben an, Kleidung weg zu werfen. „Die Mülltonne ist in jedem Fall der falsche Ort für die guten Stoffe“, so Umweltberaterin Jutta Eickelpasch. „Kleidung, die noch getragen werden kann, sollte in jedem Fall sinnvoll gesammelt oder weitergeben werden, damit sie weiter genutzt wird.“

Transparente Verwendung der gespendeten Kleidung

Nicht überall sind die Altkleider gut aufgehoben. Die Container und Kleiderkammern der bekannten Hilfsorganisationen sind eine gute Wahl, wenn man mit den abgelegten Kleidern Gutes tun will.  Wer mit seinen Altkleidern karitative Organisationen unterstützen möchte, sollte bei Sammlungen skeptisch sein, bei denen nicht ganz klar ist, wer eigentlich sammelt und was mit den Altkleidern geschieht. „Manche Container sind mit Namen von Organisationen bedruckt, die den seriösen Sammlern ganz ähnlich sind“, warnt Umweltberaterin Jutta Eickelpasch vor schwarzen Schafen. Auch bei unaufgefordert vor die Tür gestellten Wäschekörben sollten Verbraucher genau hinsehen, welche Organisation hinter der Sammlung steht. Empfehlenswert ist die Abgabe direkt vor Ort in Kleiderkammern und den Geschäften karitativer Organisationen.

Secondhandkaufhaus ist eine Alternative

Jutta Eickelpasch: „Der Entsorger GWA hat im ganzen Kreisgebiet leuchtend grün-gelbe Container aufgestellt. Die durch diese Sammlung erzielten Erlöse kommen karitativen Einrichtungen z.B. dem Kolping oder der Diakonie zu Gute.“ Auch wer Second-Hand kaufen will, hat in Kamen mehrere Möglichkeiten, die die Umweltberatung in einem kleinen Flyer zusammengestellt hat.
Da wäre zum Beispiel das große Secondhandkaufhaus DasDies der AWO, zu finden in der Unnaer Straße in Kamen. Da wird angenommen und gleichzeitig kann jedermann für kleines Geld neue Kleidung finden. Im Kinderladen Bärenstark der ev. Kirche Kamen ist vorwiegend gebrauchte Kinderkleidung zu bekommen. Die Auswahl ist riesig und bunt. Auch wer hier etwas findet, unterstützt die gute Sache.

Nicht zuletzt möchte Umweltberaterin Jutta Eickelpasch auf ihre Kleidertauschbörse hinweisen, die im Mai gemeinsam mit dem Bürgerhaus Kamen-Methler in der Heimstraße veranstaltet wurde.  Über hundert Frauen beteiligten sich, knapp 1000 Kleidungsstücke wurden abgeben.  Die eine Hälfte fand eine glückliche neue Besitzerin, die andere wurde gespendet, in das AWO-Secondhandkaufhaus und in die Give-Box gegeben.

Wo seriöse Sammelstellen zu finden sind und was bei der Kleiderspende beachtet werden sollte, weiß die Umweltberatung.

Das neue Faltblatt „Trendcheck Altkleider“ mit lokalen Sammel- und Kaufadressen gibt es ab sofort kostenlos in der Verbraucherzentrale in der Kirchstraße.

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