Rundblick-Unna » Unnas Import „Voices of Town“ begeistert mit Eric Clapton-Special in Fröndenberg

Unnas Import „Voices of Town“ begeistert mit Eric Clapton-Special in Fröndenberg

Wie man bei solchen Konzerten sitzen bleiben kann… das fragt man sich in der Fröndenberger Kulturschmiede immer wieder mal und gerade frisch gestern Abend wieder: Unnas Band-Import „Voices of Town“ gab „Eric, where is Layla“ – ein Special für den 20fachen Grammy-Gewinner und Allzeit-Ausnahmemusiker Eric Clapton, und die angereisten Voices- und Clapton-Fans genossen einen begeisternden Blues-, Rock- und Popabend mit den Perlen Eric Claptons und Creams.

Voices of Town

Eigentlich war die Band um Tom Quast und Andy Koch „nur“ spontan als Ersatz für „Klaeptn“  eingesprungen, die ihren Auftritt in Fröndenberg kurzfristig abgesagt hatten. Umso doller freute sich Gastgeber Frank Schröer von „Kultur für Uns“ (KfU), dass die Schmiede richtig doll voll wurde und sich das Voices of Town-Gastspiel jenseits der Wilhelmshöhe speziell in den letzten Tagen auch in Unna noch lebhaft  herumgesprochen hatte. „Man konnte für das Konzert sogar Karten im ZiB kaufen“, lobte ein Unnaer Paar, das sich freimütig dazu bekannte, noch nie – ! – zuvor die Ketten- und Kulturschmiede von innen gesehen zu haben.

Entsprechend dachten sie bei der Anreise denn auch, sie hätten die Ruhr überquert. Falsch, es war nur die Bahnbrücke, doch wer öfter hierherkommt, wird das schnell lernen. „Das ist ja wirklich eine tolle Veranstaltungsstätte“, bewunderten noch weitere „Neuangereiste“ aus der Kreisstadt die ungewöhnliche Atmosphäre der Schmiede. Gitarrist Tom Quast soll die Industriehalle im Himmelmannpark bereits nach seinem allerersten Auftritt in Fröndenberg – so viele Jahre her – zu seiner Allzeit-Lieblingslocation erkoren haben.

Jedenfalls funktioniert die interkommunale Zusammenarbeit bei Musik schon entschieden besser als bei Gewerbegebieten. Man sollte das ausbauen. Beim Clapton-Special wurde es proppenvoll auf der Schmiedebühne, denn bis zu  elf  Musikerinnen und Musiker samt Instrumenten waren versammelt: Andy Koch, Michael Radix, Leif Dryden, Katrin Fahrenhorst und Katrina Wessel (Gesang), die Voices of Town Band mit Ralf Lohmann, Gert Wessel, Thomas und Timo Quast sowie Jörg Budde und Mirko Adden als Gäste.

Voices of Town

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Von Eric Clapton, merkte Tom Quast zu Recht an, könnte man problemlos drei Abende gestalten: ein reines Blues-Konzert, eins mit den weltbekannten Pop- und Rock-Nummern sowie ein weiteres Konzert unplugged. Mit ihrem Special „Eric, where is Layla?“ – das am 15. November bereits das Atelier der Lindenbrauerei gefüllt hatte – lieferten die allesamt exzellenten Musiker einen klasse Mix ab, der den Ausnahme-Bluesgitarristen Clapton in ebenso breiter Form berücksichtigte wie seine Ära mit Cream und seine Crossroads-Aktivitäten der letzten Jahre.

„Change the world“ – einer der Songs der Jahrhunderte – erklang noch vor der Pause. Und spätestens bei „I shot the Sheriff“ („… but I did not shoot the deputy“) konnte man im artig dasitzenden Publikum doch vernehmliche Zuckungen dahingehend beobachten, dass doch mancher – und manche –  zu gern aufgesprungen wäre und mitgewippt und mitgetanzt hätte. Wie die vielen Angereisten, die lieber gleich aufs Sitzen verzichtet hatten: So waren Stühle durchaus noch frei, doch rundherum an den Wänden, Stehtischen und an der Theke gab´s kein Durchkommen. Tolles Konzert – klasse Stimmung – tolle Musik – klasse Abend!

Voices ot Town

 

 

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