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Unna zwischen Verkündung und Demokratie – Jahresbilanz eines Ratspiraten

Mit der Ratssitzung an diesem Donnerstag endet das erste Jahr der akutellen Ratsperiode  – und damit auch das erste Ratsjahr der Piraten. Fraktionschef Christoph Tetzner hat dazu seine Betrachtungen ins Netz gestellt – Rückblick, Ausschau und ein wenig auch Abrechung. „Unna zwischen Verkündigung und Demokratie“ überschreibt Tetzner seine Bilanz. Hier der Wortlaut (Kürzungen durch Klammern markiert).„UN-sere Kreisstadt erlebt nun den demokratischen Supergau. Der Bürger der Eselsstadt hat die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung eines Kandidaten. Die Unfähigkeit der “großen Partei”, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, stört mein demokratisches Gewissen dabei wesentlich mehr.

Wenn unser Bürgermeister nun mit einer schlechten Wahlbeteiligung wiedergewählt werden wird, wird dies im Nachgang bestimmt von der anderen Volkspartei politisch ausgeschlachtet.
Aber warum hat die CDU keinen eigenen Kandidaten aufgestellt?
Ganz einfach: Es wollte kein Kandidat gegen Kolter antreten. Zu tief saß der Stachel im letzten Wahlkampf, in dem die CDU eine schallende Ohrfeige hinnehmen musste! Im Nachgang musste Werner Porzybot seinen Hut nehmen, auf Drängen des heutigen CDU Stadtverbandsvorsitzenden. Da eine Kandidatur dann an dem Vorsitzenden hängen geblieben wäre und man gegen Kolter schlecht gewinnen kann, hätte es ja dann seinen Kopf gekostet.

Also wurde mal flugs die Presse vor der Abstimmung der CDU informiert, wie der große Vorsitzende darüber denkt. Dieser manövrierte damit geschickt die Christlichen aus und machte die Abstimmung zur Farce.

(…)
Ein Wählerauftrag zum Stellen eines Kandidaten liegt meines Erachtens in der Hand der CDU und eventuell noch bei den Grünen.
Von allen Parteien wurde es auch verschlafen, einen überparteilichen Kandidaten zu suchen und gemeinsam gegen Kolter aufzustellen. Oder war der Verzicht der CDU auf den BM-Wahlkampf das Opfer auf dem Tisch der GroKo in Unna?
Zur GroKo fällt mir gerade eines ein:
Politik in Unna war immer nur mit einer starken SPD möglich. Die “alte Dame” kommt gerade wieder etwas in Fahrt. Hat sie eine Gängelung a`la CDU nötig?
Liebe SPD! Arbeitet mit wechselnden Mehrheiten. Ihr habt 21 von 52 Stimmen. Es ist Sache des Fraktionsvorsitzenden, die Mehrheiten dann vorzubereiten. Ich hoffe, das Vorführen der SPD durch die Christlichen hat bald ein Ende!

(…)

UN-serem Bürgermeister habe ich bereits im Juli 2014 meine Unterstützung zugesagt. Alle Parteien müssen nun für den URNENGANG werben und dazu aufrufen. Das ausschlachten einer schlechte Wahlbeteiligung sollte parteiübergreifend ausbleiben, auch seitens der CDU.
Sollte dies dann passieren, müsste sie sich erstmal ihren eigenen Verfehlungen stellen.“

Piratenlogo

Kommentare (1)

  • Elke Schmidt

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    Tja… Das letzte Mal hatte die CDU noch einen Kandidaten mit Rückgrat. Heute hat sie weder Rückgrat noch einen Kandidaten……

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