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Unna zeigt sich am Freitag als tolerante Stadt

Eines dieser blauen Schafe weidet am Freitagnachmittag wieder auf dem Marktplatz. Foto: Stadt Unna

Eines dieser blauen Schafe weidet am Freitagnachmittag wieder auf dem Marktplatz. Foto: Stadt Unna

Unna zeigt sich am kommenden Freitag, 19. Juli, als bunte und tolerante Stadt: Um 16 Uhr beginnt Klaus Koppenbergs Kunstaktion „Alle sind anders – alle sind gleich – alle sind wichtig“. Der Künstler hat sich bei der Kunstaktion auf dem Marktplatz vor zwei Wochen eines der Blauen Schafe aus der Friedensherde von Berta-Maria Reetz gesichert.
Das Tier stellt Koppenberg auf einer Säule auf den Marktplatz. Auf der Steele sammelt er Unterschriften, außerdem bilden 25 Zentimeter hohe Holz-Buchstaben das Wort Toleranz.

Hellweg-Realschüler beteiligen sich an der Aktion

Auch die Hellweg-Realschule beteiligt sich an der Aktion für ein tolerantes Miteinander in Unna: Bei einer Kunstaktion sind Transparente entstanden, die die Künstlergruppe zwischen den Bäumen der Sitzgruppe Ecke Massener Straße aufhängen wird.

Infostand des Runden Tisches gegen Gewalt und Rassismus

Abgerundet wird der Aktions-Nachmittag von einem Infostand des Runden Tisches gegen Gewalt und Rassismus. Die Mitglieder des Runden Tisches werden über die Kunstaktion informieren und gleichzeitig auf das Friedensgebet an der Katharinenkirche hinweisen.

Großes Friedensgebet an der Katharinenkirche

An die Kunstaktion schließt sich das Friedensgebet der katholischen Gemeinde St. Katharina Unna an. Um 19 Uhr treffen sich nicht nur die Gemeindeglieder vor der Kirche. Auch Bürgermeister Werner Kolter und weitere Vertreter aus Gesellschaft, Politik und Gemeinde haben sich zu dem Friedensgebet angekündigt.
„Wir möchten damit – in der Sprache der Christen, dem Gebet – zum Ausdruck bringen, was unsere Überzeugung ist: dass wir in allen Menschen Schwestern und Brüder sehen“, schreibt Pfarrer Georg Birwer in seiner Einladung. Seine Bitte: „Kommen Sie selber, bringen Sie andere mit; geben Sie diese Einladung weiter.“

Achso, in Unna gibt es ein paar, die die Toleranz in unserer Stadt nicht so gerne sehen: Gegen Abend möchte die Partei „Die Rechte“ einen „Fackelmarsch“ durch Unna machen. Wie gewohnt abseits der Öffentlichkeit. Und offenbar ohne Fackeln. Den Postplatz zwischen Rathaus und Königsborner Tor wird die Polizei hermetisch abriegeln, ein direktes Aufeinandertreffen soll so verhindert werden.

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