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Unna wird wieder jünger – mehr Kita-Plätze nötig

Dass Unna vergreist, darf momentan noch getrost als Schreckgespenst bezeichnet werden. Zunächst einmal wird unsere Stadt wieder jünger. Der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige steigt wieder an, und 100 Vorschulkinder mehr als noch vor drei Jahren sind in Unna zuhause. Ein Beleg dafür, dass Unna attraktiv für junge Familien ist. Ungeachtet des demografischen Wandels und langfristig sinkender Geburtenzahlen insgesamt geht unsere Stadt also nicht auf Krücken – übertragen gesehen nicht und wörtlich genommen erst recht nicht.
Aus einer aktuellen Auflistung des Jugendamtes geht z. B. hervor, dass die Geburtsjahrgänge 2008, 2009, 2010, 2011 und 2012 – das sind also alle Kinder, die heute zwischen ca. zwei und sechs Jahren alt sind – im Durchschnitt um sieben Prozent hinzugewannen. Zwei Jahre zuvor hatte der Schnitt noch bei mageren zwei Prozent gelegen. In Zahlen: Ende 2011 gab es laut Jugendamt-Aufschlüsselung in ganz Unna nur noch 1337 Knirpse unter drei Jahren – Ende 2014 werden es erfreulicherweise wieder 100 mehr sein.
Für die Politik und die Stadt sind solche Zahlen natürlich wichtig, weil sich daraus der Bedarf an Kita-Plätzen in Unna ergibt. Schon aufgrund der wachsenden Nachfrage von Eltern steigt der Bedarf – das Jugendamt kalkuliert daher eine Kindergartenerweiterung ein. Mit Beispiel voran geht bereits die Kita am Lebenszentrum Königsborn, die im Sommer eine dritte Regelkindergartengruppe einrichten möchte. (sia)

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