Rundblick-Unna » Unna freut sich über mehr Steuereinnahmen

Unna freut sich über mehr Steuereinnahmen

Der Kämmerer kann sich freuen: Nach dem besten Gewerbesteuer-Ergebnis aller Zeiten kann sich die Stadt Unna auch über höherer Einkommen- und Umsatzsteuereinnahmen freuen. Die Stadt erzielte ein Jahresergebnis von 26 600 000 Euro, auch das ein Rekordergebnis heißt es aus dem Rathaus. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr beträgt 1,1 Millionen Euro (4,4 Prozent). Die Steuerschätzung wurde damit erreicht.

Unnas Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle zeigte sich mit der Entwicklung der Verbundsteuern zufrieden: „Unsere Erwartungen an das Steueraufkommen sind voll erfüllt worden. Wir partizipieren  an dem guten Konjunkturverlauf und hoffen, dass sich die weiterhin erfreulichen Konjunkturprognosen auch einstellen werden.“

15 Prozent der Einkommensteuer-Einnahmen gehen an die Stadt

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Zuwachs an Einkommensteuer von rund 1,1 Mio. € oder 4,9% verzeichnet werden. Das Ergebnis beim Anteil an der Einkommensteuer liegt in der Höhe veranschlagten Steuerschätzung von 23,5 Mio. €. Den Städten und Gemeinden steht ein 15%iger Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer zu.

Das jetzt vorliegende Jahresergebnis in Höhe von 23,4 Mio. € ist das höchste jemals in der Kreisstadt Unna realisierte Einkommensteueraufkommen. Die gute Arbeitsmarktsituation und der hohe Beschäftigungsstand haben laut Kämmerer Karl-Gustav Mölle entscheidend zu diesem erfreulichen Steuerergebnis beigetragen.

2,2 Prozent der Umsatzsteuer bleiben in Unna

Die Städte und Gemeinden sind mit einem Anteil von 2,2 Prozent an dem Aufkommen der Umsatzsteuer beteiligt. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer sei eine stetige und gut kalkulierbare Einnahmequelle der Kommunen. Mit einem Jahresergebnis in Höhe von 3,2 Mio. € wurde das nach der letzten Steuerschätzung prognostizierte Steueraufkommen erreicht. Das Vorjahresergebnis wurde um 36.000 € oder 1,1% übertroffen und ist damit bei weitem nicht so stark gestiegen wie der Einkommensteueranteil der Kreisstadt Unna.

Mölle: „Unna ist weiter strukturell unterfinanziert“

Der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle betonte: „Trotz bester Steuerergebnisse dürfen wir nicht vergessen, dass die meisten Kommunen in NRW – so auch Unna – weiterhin eine strukturelle Unterfinanzierung aufweisen und es noch ein langer und beschwerlicher Weg bis zum Haushaltsaugleich ist.

Zur Flankierung der Konsolidierung der Kommunalhaushalte sei eine Begrenzung und Rückführung der von den Kommunen zu tragenden und immer noch überproportional wachsenden sozialen Leistungen unabweisbar.

Insofern müssen die von der großen Koalition in Berlin zugesagten Hilfen im Bereich der Behindertenhilfe schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden. Den Worten müssen nun auch Taten folgen“.

Die Steuerentwicklung der Stadt Unna zwischen 2010 und 2013:

Kommentieren