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Unna aus checkpott-Sicht


Unna lohnt sich. Das wissen wir. Wie der gesamte Ruhrpott bietet die Kreisstadt mehr als Industriebrachen, Industriekultur und Kohlenromantik. Den Beweis tritt der „checkpott“ an – junge Journalisten, die per Youtube-Video unverbrauchte Reiseführer bieten.

Ausgestattet mit Spiegelreflex-Kamera und iPhone zieht das Team los, um Städte zu anders erkunden. „Wir glauben, dass das Ruhrgebiet und seine Freizeitmöglichkeiten maßlos unterschätzt werden“, sagt Produzent Matthias Schwarzer. Zu oft spielt das Ruhrpott-Klischee die Hauptrolle, aber die Heimat ist mehr als Zeche und Industriekultur. „Ja, man spricht hier sogar hochdeutsch“, sagt Schwarzer.

„Nicht unnachahmlich, aber ganz unnahaltsam“

Stephan Schöneberg hat Unna mit der Videokamera erkundet. Foto: checkpott

Stephan Schöneberg hat Unna mit der Videokamera erkundet. Foto: checkpott

Sein Moderator Stephan Schöneberg beweist das in der Unna-Folge, der 20. von mittlerweile 35 Folgen. Er  brilliert als Wortakrobat, verbindet Unna in knapp sieben Minuten Video locker mit der Partnerstadt Pisa, findet einiges zum „unnanehmen“ und fand die Tour am Schluss auch „unnahaltsam“, nur die Parkplatzsuche in der Innenstadt fand er wahrscheinlich eher nicht ganz so toll. Das Augenzwinkern gehört zum checkpott dazu.

6 von 10 Freizeitpunkten

Am Ende vergibt der checkpott übrigens sechs von zehn Freizeitpunkten. Vielleicht lag es ja daran, dass ihnen die Segway-Tour verwehrt blieb und sie auch nicht ins Lichtkunstmuseum kamen. Dafür besuchten sie das Hellweg-Museum, das Nicolaiviertel, die Lindenbrauerei, den Circus Travados samt Mittsommernachtsfest und Curry33 an der Massener Straße.

 Das Interview mit dem Produzenten Matthias Schwarzer.

Wer seid ihr eigentlich …

Produzent Matthias Schwarzer: Wir sind ein paar junge Journalisten aus dem Ruhrpott. Wir haben uns alle während unseres Studiums kennen gelernt und auch da schon regelmäßig Videos zusammen gemacht. Nach unserem Abschluss hatten wir einfach nur sehr viel Langeweile. Und so ist dann checkpott entstanden. Inzwischen machen wir das seit einem Jahr und haben mehr als 35 Filme gedreht.

Warum seid ihr auf die Idee gekommen, junge frische Reiseführer aus dem schönen Ruhrgebiet zu machen?

Wir glauben, dass das Ruhrgebiet und seine Freizeitmöglichkeiten maßlos unterschätzt werden. Nicht nur von Außenstehenden, sondern auch von den Leuten, die hier leben. Außerdem beschränken sich die meisten Ruhrpott-Blogs und andere Freizeitportale immer auf die gängigen Ruhrpott-Klischees. Hier gibt es aber nun mal mehr als Zechen und Industriekultur – ja, man spricht hier sogar hochdeutsch. Und das wollen wir mit checkpott zeigen.

Gerne hättet ihr aus Unna noch mehr gezeigt. Gehören Segway-Tour und eine Lichtkunst-Führung sonst dazu?

Natürlich nicht. Wir suchen uns in den jeweiligen Städten immer möglichst besondere Freizeitmöglichkeiten heraus. Sachen, die es woanders vielleicht nicht gibt. Das Lichtkunstmuseum gehört zum Beispiel dazu – darum hätten wir das gerne besucht. Auch eine Segway-Tour wird nicht in jeder Stadt angeboten – das hätten wir gerne ausprobiert. Beides hat allerdings nicht geklappt. Das Lichtkunstmuseum konnte uns keinen Drehtermin am Wochenende anbieten und brauchte mindestens zwei Wochen Planungszeit. Und das Stadtmarketing Unna hat auf unsere Anfrage gar nicht erst geantwortet.

Empfehlt ihr Unna als Ausflugsort, was muss man unbedingt sehen?

Klar können wir Unna empfehlen. Nach 20 checkpott-Folgen haben wir natürlich schon Städte gesehen, die wesentlich mehr zu bieten haben. Aber Unna hat einen ganz besonderen Charme, zum Beispiel wegen der schönen Altstadt und den Fachwerkhäusern. Das Museum mit dem Goldschatz ist für den ein oder anderen bestimmt auch interessant. Der Kurpark eignet sich gut zum Entspannen und auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten (Currywurst im Currys oder Lindenbier im Schalander). Unna hat von uns sechs von zehn möglichen Freizeitpunkten bekommen.

Wie aufwändig waren eigentlich die Dreharbeiten?

Wir drehen immer alles an einem Tag. In der Regel fangen wir morgens um 10 Uhr an und sind irgendwann nachts mit dem Schnitt fertig. Wir drehen mit einfachsten Mitteln, nämlich mit einer Spiegelreflexkamera und einem iPhone. Anschließend schneiden wir alles mit dem Programm „Final Cut“. „Insider-Tipps“ bekommen wir in der Regel durch unsere Zuschauer auf unsere Facebook-Seite.

[info]Die komplette checkpott-Folge „Unna“ gibt es bei Youtube. Der Checkpott ist auch bei Facebook vertreten und natürlich auf ihrer Internetseite[/info]

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