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Unfallhäufung auf A2 und A1 bahnstreikbedingt? Kreis beobachtet Lage bis Ende nächster Woche

War die schlimme Häufung schwerer Lkw-Unfälle auf der A 1 und der A 2 in dieser Woche möglicherweise eine direkte Folge des Bahnstreiks -? Das will der Kreis Unna bis zum Ende kommender Woche intensiv vergleichend beobachten.

Am Sonntagmorgen um 9 Uhr soll der sechstägige Streik, bisher längster in der Bahngeschichte, beendet sein und sollen laut der Ankündigung der Lokführergewerkschaft GDL alle Bahnen wieder planmäßig fahren. „Wir werden danach beobachten, wie sich das Stauaufkommen in der Folgewoche entwickelt. Eventuell war es ja wirklich situativ bedingt wegen des Lokführerstreiks“, berichtet Kreispressesprecherin Birgit Kalle von den Überlegungen ihres Chefs, des Landrates.

Michael Makiolla

Michael Makiolla (oben im Bild) hatte am Mittwoch angekündigt, wegen der serienweise Lkw-Unfälle mit zuletzt einem Todesopfer beim Landesverkehrsministerium zu intervenieren. Alle Unfälle passierten konzentriert im Nahbereich zwischen dem Kreuz Dortmund-Unna und dem Kamener Kreuz und waren fast immer sttaubedingt.

In dieser Woche krachte es zwar – mit allein dreimal am Montag und Dienstag – besonders oft und mit besonders schwerwiegenden Folgen. Allerdings müssen die Rettungskräfte unabhängig von irgendwelchen Zugführer-Ausständen seit Monaten leidlich regelmäßig mit Blaulicht auf die A 1 oder A 2 ausrücken, weil immer wieder vornehmlich Lkw an Stauenden zusammenkrachen. Wir berichteten (und berichten) über diese Unglücke regelmäßig. So schlimm wie in dieser Woche – mit einem getöteten, erst 23 Jahre alten Lkw-Fahrer – war es allerdings in derartiger Häufung bisher nicht.

Ob diese Staus nun aber tatsächlich maßgeblich darauf zurückzuführen waren, dass eben viele Bahnpendler – gezwungenermaßen – ins Auto umstiegen, soll die Beobachtung der Situation auf beiden Autobahnen bis zum Ende nächster Woche klären. Sollte sich die Lage bis dahin nicht sichtlich entspannen, will Landrat Makiolla mit Verkehrsminister Michael Groschek in Kontakt treten und überlegen, wie man Abhilfe schaffen kann. Speziell ums Kamener Kreuz herum ist die Situation für Pendler und Lieferverkehre täglich eine besondere Herausforderung.

Kommentare (2)

  • Jama To via Facebook

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    Das muss nicht sein! Da sind Wir gefragt! Etwas eher los fahren, dann stehen Wir nicht mehr so unter dem Druck! Es wäre vielleicht das Lösung! !

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  • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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    Das hat meiner Meinung nach nichts mit dem Bahnstreik zu tun. Auf der A1 zwischen dem Kamener Kreuz und Kreuz Dortmund – Unna kommt es meiner Wahrnehmung nach seit dem LKW-Überholverbot wegen der Brückenschäden oftmals zu den gefährlichen Situationen.

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