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Unfallflucht in Hamm: Schaden bemerkt, abgehauen – dumm gelaufen!

Auch wenn der Schaden gering ist – Unfallflucht macht’s nicht ungeschehen.

In Hamm touchierte am gestrigen Samstag ein VW Polo ein geparktes Auto. Der kleine Unfall wurde bemerkt: Die Beifahrerin stieg aus, begutachtete den Schaden – und stieg wieder ein. Die Fahrerin fuhr von dannen.
Dumm nur, dass eine Zeugin das Ganze bemerkt hatte und sich das Kennzeichen aufgeschrieben hatte. Die Polizei ermittelte die Wohnanschrift.

Der eigentlich geringe Sachschaden von geschätzt 500 Euro wird die Fahrerin wohl teuer zu stehen kommen.

Auch bei Bagatellschäden wie diesem gilt: Wer Fahrerflucht begeht, macht sich strafbar, dies ist in § 142 Absatz 1 Nummer 1 StGB klar geregelt:

Strafgesetzbuch § 142 
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
(1) Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er
1. zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, daß er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder
2. eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. […]

Ist der Geschädigte nicht zu finden und auch nach angemessener Wartezeit (ca. 15 – 30 Minuten) nicht aufgetaucht, informiert man am besten selbst die Polizei. Einen Zettel hinter den Scheibenwischer zu klemmen, reicht nicht aus.

Variante 2 ist die sogenannte 24-Stunden-Regelung: Der Unfallbeteiligte muss sich innerhalb von 24 Stunden nach Ablauf der Wartezeit bei der nächsten Polizeidienststelle melden und mitteilen, dass es einen Unfall gab. Dort nimmt die Polizei die Personalien auf.

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