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Übersicht: Wo die Lindenbrauerei gespart hat – was sie einnimmt und was sie ausgibt

23 000 Euro hat das Team der Lindenbrauerei bis Ende 2014 nach den Vorgaben des „Herbstgutachtens“ vom vergangenen Jahr eingespart. Diese Summe „haben wir geliefert“, zog Geschäftsführerin Regina Ranft ihr Jahresfazit bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans im Kulturausschuss am Donnerstagabend.

Kulturzentrum Lindenbrauerei

Die Auflistung der Sparresultate des Kulturzentrums hatte die Politik zur Bedingung gemacht, über die Höhe zukünftiger Subventionierung zu entscheiden.

Im Einzelnen wurden laut Ranft folgende Posten 2014 eingespart:

– 13 000 Euro – durch die 5 Prozent Preiserhöhung im Gastronomiebereich.

– 4000 Euro – durch Optimierungen in der Kulturzentrumskneipe Schalander. Laut Regina Ranft absolviert der Küchenchef aktuell ein Praktikum in der Rohrmeisterei Schwerte.

– 2000 Euro – durch Tagesseminare.

– 1500 Euro – durch weitere Kooperationen mit der Stadthalle, die schon zuvor liefen. „Wir werden die Gesamtplakatierung von der Stadthalle übernehmen“, kündigte Regina Ranft an, „die hässlichen Plakate von den Bäumen entfernen und nur noch städtische Tafeln nehmen. Das verschönert außerdem das Stadtbild.“

– Den größten Konsolidierungsbeitrag leisten nach dem Urteil des Wirtschaftsprüfers schon seit Jahren durch steten Lohnerhöhungsverzicht die festen Mitarbeiter des Kulturzentrums. Hier tut sich kein weiteres Sparpotenzial auf. Regina Ranft unterstreicht: „Es wird auf keinen Fall betriebsbedingte Kündigungen geben.“

Getränkeaufschlag beim Musikclub im Schalander – wie vom Gutachter vorgeschlagen: abgelehnt, sagt Ranft. Statt dessen bekommen die auftretenden Künstler nur die Anfahrt bezahlt. Für die Gage geht hingegen ein Spendenhut herum.

– 30 000 Euro Kostensenkung setzt der Gutachter durch „Optimierung der Heizungsanlage“ an – diese Erneuerung steht noch aus, sagt Regina Ranft.

– 1000 Euro Sparen an der Security schließlich – dieser Punkt geriet zum Lacherfolg im vollbesetzten Ratssaal. Aber: „Auch Ü50er brauchen einen Sicherheitsdienst“, unterstrich Ranft.

Seinen Fehlbetrag baut das Kultur- und Kommunikationszentrum sukzessive ab: 2012 – 100 000 Euro, 2013 – 91 000 Euro, 2014 – 76 000 Euro, 2015 – prognostiziert 70 000 Euro. Diese Summe müsste künftig zusätzlich zu den momentan 199 000 Euro jährlich von der Stadt fließen.

Die Einnahmen und Ausgaben in 2014:

Gastronomie – 471 000 Euro Einnahmen, 400 000 € Kosten;

Discos: ein Nullsummenspiel – jeweils 65 000 € an Eintrittsgeldern und Durchführungskosten;

Konzerte: 152 000 € Einnahmen, 115 000 € Kosten;

Kabarett/Comedy: 50 000 € Einnahmen, 38 000 € Kosten;

Projektzuschüsse: 47 000 €, Projektkosten: 27 000 €;

Kooperationen/Vermietungen: 23 000 € Einnahmen, 9000 € Kosten;

Sonstige Veranstaltungen: 41 000 € Einnahmen, 28 000 € Kosten;

Mitgliedsbeiträge/Spenden 12 000 €, Kosten durch Verwaltung und Buchhaltung: 52 000 €;

Zuschüsse Personalkosten: 10 300 €, Personalkosten selbst 310 000 €;

Werbung: 3500 € Einnahmen, 19 000 € Ausgaben;

Betriebskosten: 60 000 € Ausgaben, Rückstellungen f. Musical 25 000 €.

 

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