Rundblick-Unna » TV zu laut – „Hack euch den Kopf ab!“: Am Ende 2 Polizisten dienstunfähig

TV zu laut – „Hack euch den Kopf ab!“: Am Ende 2 Polizisten dienstunfähig

Das nennt man eine Eskalationsspirale. Ein Fernseher ist zu laut, Mitmieter beschweren sich, der Nachbar droht ihnen daraufhin: „Ich hack euch den Kopf ab!“ Am Ende sind zwei Polizisten dienstunfähig geprügelt bzw. gewürgt. 

Das Ganze spielte sich am Dienstagabend in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund-Mengede ab.

Gegen 21.45 Uhr rückte eine Polizeistreife zur Ammerstraße aus: Nachbarn hatten sich bei einem 28-jährigen Mitmieter im Haus über seinen zu lauten Fernseher beschwert. Daraufhin drohte er ihnen „den Kopf abzuhacken“. Die Nachbarn alarmierten folgerichtig die Polizei.

Ein Streifenteam klopfte kurze Zeit später an der Wohnungstür des 28-Jährigen. Nach Ansprache und Belehrung wurde er aufgefordert, sich auszuweisen. „Während der gesamten Zeit benahm er sich verbal und körperlich aggressiv“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht:  Er verweigerte zunächst die Herausgabe seines Personalausweises, behauptete dann, er wollte den Ausweis aus der Wohnung holen – allerdings wollte er hierzu die Wohnungstür schließen. Um ihn zu hindern, sich der Kontrolle zu entziehen, stellte einer der Polizeibeamten seinen Fuß in den Türrahmen – und plötzlich sprang ihm der aggressive Mieter an die Kehle. „… ich zerdrück dir den Kehlkopf!“, brüllte er, völlig von Sinnen, und drückte tatsächlich immer fester zu.

Die beiden Beamten hatten alle Mühe, den eisernen Griff am Hals des Polizisten zu lösen, mussten dem Randalierer mit Pfefferspray drohen. Mit den Worten: „Ich habe noch gute Laune, sonst würde ich euch umbringen“ löste er den Griff.

Auch weitere Unterstützungskräfte konnten den renitenten Mann nicht beruhigen. Die Beamten mussten den Mann fesseln und ins Gewahrsam bringen. Dabei verletzte sich ein zweiter Polizeibeamter an der Hand. Beide Beamte kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und sind bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig.

Die Ermittlungen dauern an. Den 28-Jährigen erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter schwerer Körperverletzung.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

    |

    Meine Güte, was hatte der denn geraucht?

    Antworten

  • Max C. B.

    |

    Offensichtlich zu wenig 😀

    Antworten

Kommentieren