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Tumultartige Auseinandersetzung nach Verkehrsunfall mit Kind

In tumultartige Auseinandersetzungen inklusive tätliche Angriffe und Übergriffe auf einen Polizeibeamten eskalierte am Mittwochmittag ein Unfall in Selm, bei dem ein siebenjähriger Junge angefahren und schwer verletzt wurde – zum Glück nicht lebensbedrohlich.

„Die Polizei musste gegen 13.50 Uhr eine aufgebrachte Menschenmenge nach einem Verkehrsunfall am Sandforter Weg beruhigen“, beginnt nüchtern der Polizeibericht. Der Unfallfahrer, an dem sich der Zorn der Menge entzündete, war ein 20jähriger Selmer, der mit seinem Pkw in Richtung Kreisstraße unterwegs war: In Höhe der Kreuzung Sandforter Weg/Kurt-Schumacher-Straße hielt auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Schulbus; mehrere Kinder stiegen aus. Ein siebenjähriger Junge überquere hinter dem Bus die Straße – was der 20Jährige nicht mehr rechtzeitig sah und das Kind anfuhr. Es wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus.

Während die Polizei noch zur Unfallaufnahme unterwegs war, sammelten sich bereits  mehr als 20 Personen an der Unfallstelle – größtenteils Familienangehörige des Kindes und des Unfallfahrers. Als es zu verbalen und tätlichen Angriffen kam, musste die Polizei eingreifen. Daraufhin ging ein 29jähriger Selmer seinerseits auf einen Beamten los und beleidigte und bedrohte ihn. Der Polizeibeamte setzte sich mit Pfefferspray zur Wehr – es ging drunter und drüber. „Erst nachdem weitere Polizeikräfte am Unfallort schienen, konnten der Unfall und die Personalien der Beteiligten aufgenommen werden“, schließt der Polizeibericht. Der Kreuzungsbereich musste – naheliegend – vorübergehend gesperrt werden.

In Selm geht es diese Woche hoch her. Erst am Dienstagvormittag erst überfiel ein 71-Jähriger ein Senioren-Ehepaar in seiner Wohnung und bedrohte seine Opfer mit einem Messer und einer Sprengsatz-Attrappe. Er wurde noch beim Verlassen des Hauses gefasst.

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