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Thermografie und Energieberatung für das Eigenheim

Wärmebilder helfen bei der Diagnose. Manche Schwachstellen ihrer Eigenheime können Eigentümer im Winter mit bloßem Auge erkennen. Am Dach zum Beispiel: Schmilzt Schnee darauf sofort oder trocknen manche Abschnitte nach einem Regen besonders schnell, fehlt eine gute Dämmung. Andere Problemstellen aber, an denen ebenfalls Heizungswärme verloren geht, müssen erst sichtbar gemacht werden.

Hilfe bei der Suche nach diesen Schwachpunkten und sinnvollen Gegenmaßnahmen bietet das Winterpaket der Verbraucherzentrale NRW. Es besteht aus Thermografien, also Wärmebildern, und einer Energieberatung.

Wärmebilder haben eine ähnliche Funktion wie Röntgenbilder in der Medizin“, erklärt Umweltberaterin Martina Bahde. „Sie zeigen unseren Energieexperten etwas, das dem bloßen Auge verborgen bleibt, nämlich die Temperaturen von Oberflächen.“

Eine weitere Gemeinsamkeit: Ohne das passende Know-how sind weder Röntgen- noch Wärmebilder zuverlässig zu deuten.

Fachleute hingegen stellen mit ihrer Hilfe wichtige Diagnosen zu Knochenbrüchen oder Wärmebrücken. Auf Basis des Befunds entsteht schließlich ein individueller Therapieplan. „Für das Eigenheim wird ein Sanierungsfahrplan aufgestellt, der die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten des Haushalts einbezieht“, so Martina Bahde. Damit die Bilder als Beratungsgrundlage pünktlich vorliegen, macht zunächst eine Thermografin oder ein Thermograf in einer kalten Nacht Außenaufnahmen des Gebäudes. Die Bewohner bekommen davon in der Regel gar nichts mit.

Sind die Bilder fertig, folgt ein ausführlicher, 90-minütiger Vor-Ort-Termin zur Energieberatung. „Die Energieexperten schauen sich die Wärmebilder vorher in Ruhe an und können erste Schwachstellen so schon erkennen“, erklärt Bahde. Zusammen mit den Eindrücken vor Ort bilden die Thermografien eine solide Grundlage für individuelle Modernisierungstipps.

Gleichzeitig machen die Bilder die Probleme anschaulich. Es hilft vielen, wenn sie mit eigenen Augen sehen, wie zum Beispiel ihr ungedämmter Rollladenkasten auf dem Wärmebild knallrot leuchtet“, berichtet die Expertin. „Das Thema Energieverluste wirkt dann weniger abstrakt.“

Die Thermografie-Aktion wird von der EU, dem Land NRW und der jeweiligen Stadt / Gemeinde gefördert.

Der Gesamtpreis liegt bei 190 Euro. Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermoaktion,

– sowie unter 02 11 / 33 996 555 und bei den Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale NRW, Rathausplatz 21, 59423 Unna.

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag: 09:30 – 13:30Uhr sowie Donnerstag: 14:00 – 18:00 Uhr.

Kommentare (3)

  • Koch

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    „Damit die Bilder als Beratungsgrundlage pünktlich vorliegen, macht zunächst eine Thermografin oder ein Thermograf in einer kalten Nacht Außenaufnahmen des Gebäudes.“

    Naja…mit solchen Bildern kann man auch viel „Schmu“ verkaufen. Macht so ein Bild nach einem sonnigen Tag und der Eigentümer sieht gedanklich schon die Abrissbirne.

    Kluge gut überlegte wirtschaftlich sich rechnende Massnahmen eindeutig JA. Allerdings durften sogenannte Energieberater noch nie mein Grundstück betreten.

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  • Markus Antonius

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    @Rundblick
    Ist im 4. Abschnitt von unten das Wort „Name“ nicht als Platzhalter zu verstehen und durch „Unna“ zu ersetzen?

    Guten Rutsch!

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    • Silvia Rinke

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      Prima aufgepasst, Markus A., Aufmerksamkeitslesetest bestanden! :-) Herzlichen Dank und guten Rutsch ebenso!

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