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Tatort DO, heute Nacht – Junge Männer mit Messern in blindem Zerstörungswahn

Blindem Zerstörungswahn haben sich zwei junge Männer in der Nacht zum heutigen Mittwoch (26. April) in Dortmund hingegeben. Nachdem sie in einer Nacht zum zweiten Mal aufgefallen waren, nahm die Polizei sie fest. Vorab: Sie sind bereits wieder frei.

Die erste Begegnung machten Kräfte der Dortmunder Polizei mit den Männern in der Innenstadt. Ein Zeuge hatte den Notruf gewählt und drei Personen gemeldet, die er bei Sachbeschädigungen beobachtet hatte. Auf dem Hohen Wall trafen sie sodann auch auf drei Männer, zu denen die Zeugenbeschreibung passte. Und von denen einer gerade dabei war, auf ein abgestelltes Fahrrad einzutreten…

Bei der Kontrolle der drei Männer (17, 18 und 18 aus Dortmund) fanden die Beamten bei dem 17- und einem der 18-Jährigen insgesamt drei Messer und stellten diese sicher. Wozu sie diese genutzt hatten, das fanden die Polizisten kurze Zeit später heraus. Denn der Zeuge, der die Sachbeschädigungen gemeldet hatte, konnte ihnen eine Nashorn-Skultpur sowie ein weiteres Fahrrad zeigen, an dem sich frische Kratzer bzw. Schlitze im Sattel befanden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde das Trio vor Ort entlassen und erhielt einen Platzverweis.

Die beiden 18-Jährigen hatten immer noch nicht genug. ach einem Zwischenstopp in der Wohnung eines der beiden (wo sie sich mit neuen Messern eindeckten) ging es erneut los. In einer Kleingartenanlage an der Nortkirchenstraße demolierten sie  wahllos mehrere Lauben, wurden von Zeugen erneut bemerkt, und wieder rückte die Polizei an. Die kam gerade, als die Rowdys dabei waren, mit einer Eisenstange gegen eine Tür zu schlagen.

Die Polizisten nahmen das Duo erneut fest, durchsuchten es, fanden die beiden neuen Messer sowie zwei Deko-Kugeln, die offenbar aus einem Kleingarten gestohlen worden waren. „Der Weg der Zerstörung hatte schließlich im Polizeigewahrsam ein Ende“, schreibt die Polizei, wohlweislich: ein „vorläufiges“ Ende.

Bei ihrer Vernehmung gaben die beiden Männer zu, die Sachbeschädigungen unter Alkoholeinfluss begangen zu haben. Auslöser war demnach offenbar ein Streit mit anderen Männern und der daraus resultierende Ärger gewesen. Der, so gaben sie weiter an, hatte sie auch dazu gebracht, auf ihrem Weg zur Kleingartenanlage in der Glückaufsegenstraße mehrere Pkw durch Kratzer zu beschädigen. Diese fanden die Beamten bei den weiteren Ermittlungen auch vor.

Die beiden Dortmunder mussten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen werden. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs und des Diebstahls ermittelt.

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