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Tankstellen“raub“ in Soest aufgeklärt: „Opfer“ war Mittäter

Überraschende Aufklärung eines vermeintlichen Tankstellenüberfalls in Soest. Der Raub am 28. Dezember auf eine Tankstelle am Overweg war gar keiner. Bzw. war die Tat fingiert. Der „Überfallene“ steckte mit den „Räubern“ unter einer Decke.

Rückblende: Zwei maskierte Täter bedrohten an jenem frühen Dezembermorgen einen 23-jährigen Angestellten mit einem Messer. Sie schlugen den Mann ins Gesicht und forderten die Herausgabe des Bargeldes. Anschließend flüchteten die Räuber durch den Hinterausgang der Tankstelle.

Durch intensive Ermittlungen stellte sich nun heraus, dass die Tat vorgetäuscht war. Der Tankstellenangestellte hatte mit seinen beiden Brüdern (19, 21) sowie mit zwei weiteren Bekannten im Alter von 19 und 22 Jahren die Tat abgesprochen. Das erbeutete Geld wollte man teilen, berichtet die Kreispolizei Soest.

Den eigentlichen Überfall führten die beiden jüngeren Brüder aus, während die beiden Mittäter „Schmiere standen“. Nach umfangreichen Ermittlungen hatten die Kriminalbeamten Zweifel am Ablauf der Tat. Als sie das angebliche Opfer und die weiteren Tatverdächtigen, die sämtlich aus Goslar stammten, mit ihren Ergebnissen konfrontierten, knickten 2 der jungen Männer ein – und begannen zu „singen“, sprich: Sie packten aus.

Jetzt wird wegen Vortäuschung eines Straftat und Diebstahls in einem besonders schweren Fall gegen die 5 ermittelt.

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