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Tafel-Chefin wünscht sich Unterstützung: „Auch Zuspruch würde uns helfen“

Nicht nur die Evangelische Kirchengemeinde Königsborn fühlt sich mit ihrer sozialen Verantwortung derzeit ein bisschen allein gelassen. Auch Ulrike Trümper, Vorsitzende der Tafel Unna, vermisst in der derzeitigen schwierigen Lage der Tafel Rückendeckung und spürbare Unterstützung von Unnaer Bürgern und Politikern.

„Es würde uns schon helfen, wenn wir ein bisschen Zuspruch und Ermunterung bekämen“, sagte Ulrike Trümper unserer Redaktion am gestrigen Nachmittag. „Aber bei uns kommt leider nichts an.“

Die Tafel-Chefin weiß, dass die Suche nach einer neuen Unterkunft für die Lebensmittelausgabe an Bedürftige sehr schwierig ist. „Sebastian Laaser von der SPD hat mit mir gesprochen, und die Stadt sucht in ihrem Immobilienportal nach möglichen Gebäuden“, berichtet Ulrike Trümper. „Aber dass wir dort fündig werden, erscheint mir utopisch. Für die mindestens 500 Quadratmeter, die wir benötigen, können wir höchstens 1000 Euro Miete bezahlen. Wir haben bisher kein einziges Angebot in Unna. Bis auf diese eine Opion.“

Und diese eine Option ist eben das Kinder- und Jugendhaus Taubenschlag, das die Ev. Kirchengemeinde Königsborn der Tafel angeboten hat. „Bei Kostenvoranschlägen von 300- und 500 000 Euro für die Sanierung ist es eine sehr fragliche Alternative“, wiederholt Ulrike Trümper ihre bereits geäußerte Skepsis, wenngleich sie sich über das Angebot generell sehr freut: Die Tafel könnte dann in Königsborn bleiben, wo „die Not vor der Tür steht“, wie Trümper und Pfarrerin Hannelore Hollstein die soziale Lage im Stadtteil unabhängig voneinander beschrieben. Jeder vierte Königsborner bezieht Hilfeleistungen, mit weiter steigender Tendenz.

Wir schauen uns Ende der Woche den Taubenschlag an, dann sehen wir weiter“, sagt die Tafel-Geschäftsführerin. „Aber ich sage es so deutlich: Wenn uns hier nichts angeboten wird, sind wir weg aus Unna.“ Dann wird die Tafel wie berichtet das Angebot in Lünen annehmen, wo geeignete Räume zu einem machbaren Preis zur Verfügung stehen.

Tafel Unna Diakonie

Vor vier Jahren konnte Ulrike Trümper erleichtert lächeln. Damals sicherten Politik, Jobcenter Kreis Unna und Diakonie gemeinsam die Zukunft der Unnaer Tafel. Jetzt ist wieder Hilfe von Nöten – in Form einer bezahlbaren Immobilie. (Foto: Diakonie Ruhr-Hellweg)

 

 

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Hier sollte die Stadt wirklich helfen. Schließlich ist die Tafel eine gemeinnützige Einrichtung von der viele Bedürftige abhängig sind.

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