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Täglich 3 Festnahmen in der Nordstadt – Polizeipräsident verkündet steten Aufwärtstrend

Durchschnittlich 3mal täglich klicken in Dortmunds Brennpunkt Nordstadt die Handschellen. Polizeipräsident Gregor Lange begrüßt die gestiegene Zahl an Festnahmen (106 seit Jahresbeginn) als deutliches Zeichen für einen stetigen Aufwärtstrend im Problembezirk.

„Ein deutliches Zeichen für den intensiven und lang anhaltenden Kontrolldruck der Polizei!“, verkündet er in einer heutigen Pressemitteilung. Diese spart aus, wie viele der Festgenommen entweder mangels Haftgründen direkt wieder freigelassen werden (müssen), was Langes Polizeipressestelle selbst in der überwiegenden Zahl derartiger Mitteilungen als Abschlussatz ergänzt.  Wir berichten laufend darüber.

Die Gesamtfallzahlen der Polizeiwache Nord sind laut Lange im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Mai) „erneut deutlich im Sinkflug und haben sich noch einmal um 764 Fälle (11,52%) auf 5244 reduziert“. Gleichzeitig sei die Aufklärungsquote auf einen „Spitzenwert der letzten 5 Jahre angestiegen“ (63,98%).

Weitere Zahlen aus der Pressemeldung:

–  Gewaltkriminalität: 300 Taten, (-12,50%), Aufklärungsquote  63%.

–  Straßenkriminalität (inkl. Raub): 412 Fälle (-21,79%), der „Tiefstand seit 3 Jahren“, Aufklärungsquote 24,3%.

–  Taschendiebstahl: 204 Delikte (- 12,28%) bei einer Aufklärungsquote von 17,65%, Diebstahl in / aus Kraftfahrzeugen: 370 (-42,98%), Aufklärungsquote 21,49% (+10,19%), Wohnungseinbruchsdiebstahl: 84  (-51,92%) – Aufklärungsquote gesunken, um -6,9% auf 12,1%.

– Rauschgiftkriminalität: steigt weiter an (+21,97%), das liegt laut Lange aber daran, dass gerade hier so viel kontrolliert wird. „Je mehr polizeiliche Maßnahmen, desto mehr Fälle werden entdeckt und strafrechtlich verfolgt.“

Dienstag war wieder Kontrolltag:

Von 13-21 Uhr gab es Präsenz- und Kontrollmaßnahmen mit Fokus auf Schützenstraße,  Münsterstraßenviertel und rund ums Dietrich-Keuninghaus, inkl. Kontrollen in den Cafés und Lokalitäten. Es gab 11 Platzverweise, 2 Festnahmen (Haftbefehl / Taschendiebstahl), Straftaten wie Drogen- , Eigentumsdelikte und Verkehrsvergehen wurden aufgedeckt.

„Wir als Polizei werden zwar die soziale Schieflage, in der sich Teile der Bevölkerung in der Dortmunder Nordstadt befinden, nicht ändern, aber wir leisten intensiv unseren Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit in der Nordstadt“, lässt sich Polizeipräsident Lange zitieren. „In Zusammenarbeit mit den Ordnungspartnern kommen wir durch gemeinsames, hohes Engagement Stück für Stück voran. Daran werden wir mit langem Atem festhalten.“

Eine Reportage in der ZEIT zeichnete kürzlich ein völlig anderes Bild vom Dortmunder Norden – OB Ullrich Sierau verlor darob die Fassung:

Hier unser Bericht über den „Libanesenjäger“

 

 

Kommentare (4)

  • Helmut Brune

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    Da zeigt sich wieder, daß die Meldungen der Polizei und der Presse nicht auf einer Linie liegen. Das wird zum Teil dadurch kommen, daß die jeweilige Polizei die lokalen Statistiken hantiert und die überregionale Presse allgemeine. Inwieweit da Schönrederei oder ähnliches gemacht wird, kann man als Leser nicht mehr unterscheiden.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Stimmt Helmut, wir können das auch kaum mehr unterscheiden. Die Erzählungen, die wir von unseren geschätzten hier mitlesenden aktiven Polizeibeamten intern bekommen, lassen solche Erfolgsverkündigungen wie blanke Satire wirken. Tja.

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  • Dagobert

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    Ich empfinde diese Pseudo-Erfolgsverkündungen von Polizeipräsident Lange (SPD) nicht mehr als Satire, sondern als billigste Partei-Propaganda.
    Die Angaben hier sind vermutlich genauso falsch wie die unzähligen nachweislich gefälschten Polizeimeldungen über „Dortmunder“.

    Wer einmal lügt, lügt auch zweimal …….

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  • Petter Uhlenbusch

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    Traumhafte Statistiken… leider sieht das wahre Leben doch wohl aber anders aus.

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