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Syrische Flüchtlinge verlegen Protest in Innenstadt – Amt: Alle Anträge werden gleich behandelt

Die syrischen Flüchtlinge, die seit knapp einer Woche vor dem Migrationsamt in Huckarde demonstrieren (wir berichteten), wollen ihr Protestcamp in die Dortmunder Innenstadt verlegen. Das wurde heute von der Polizei bestätigt.

Die aus den Kriegsgebieten geflohenen Menschen möchten mit dem Umzug in die City noch mehr  Aufmerksamkeit für ihre Anliegen erreichen. Erreichen möchten sie, dass über ihre Asylanträge nicht erst nach Monaten entschieden wird, sondern dass das zügiger geschieht. Nur als anerkannte Asylanten in Deutschland können die Männer ihre Familien zu sich ins Sichere holen.

Für Aufsehen und hitzig-kontroverse Diskussionen hatte ein Zwischenfall am Freitag vor dem Bundesamt in Huckarde gesorgt, als ein syrischer Flüchtling (kein Teilnehmer des Protestcamps) sich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergoss. Der Mann drohte damit, sich anzuzünden. Demo-Teilnehmer griffen ein und brachten den Mann von seiner Tat ab. Der Zwischenfall passierte vor den Augen des Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange, der zusammen mit Grünen-Politikern das Camp besuchte.

Der WDR meldete am heutigen (Montag) Spätnachmittag, dass die protestierenden Flüchtlinge nicht damit rechnen können, dass das Bundesamt für Migration ihre Asylanträge schneller bearbeitet. Man mache keine Unterschiede zwischen demonstrierenden Flüchtlingen und allen anderen, zitiert der Sender einen Sprecher des Amtes. Die protestiertenden Flüchtlinge mussten zum Teil ihre Familien im syrischen Kriegsgebiet zurück lassen. Nach Behördenangabe werden Asylanträge bereits schneller bearbeitet: Im Durchschnitt innerhalb von fünf Monaten, im vergangenen Jahr waren es noch sieben Monate.

(- Die Redaktion bittet alle Kommentatoren, ihre Meinung sachlich zu formulieren und auf jedwede Beleidigungen oder gar Beschimpfungen – sowohl anderer Schreiber als auch Dritter – konsequent zu verzichten. Vielen Dank.)

Kommentare (12)

  • Frank Müller

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    Ich finde das sind alles Menschen und keine Tiere!Man sollte ihnen schnell helfen und nicht nach Monaten erst entscheiden!

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  • Thomas R. MC-Germania via Facebook

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    Wenn es den Asyl Bewerbern nicht paßt wie es hier läuft müssen sie woanders hin gehen .

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  • Dominik Brauckmann via Facebook

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    Wenn das Männer wären würden sie ihre Familien beschützen (…) und nicht ihre Familien, an denen ihnen ja soviel liegt, im Stich lassen.

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    • Fürst

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      Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen! Zutreffend.

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  • Raphael Bolle via Facebook

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    Stimmt Dominik Brauckmann. Wenn hier krieg ausbricht, schaffe ich frau und kinder in sicherheit, und kämpfe für mein Land. Sich aus dem Staub machen und Familie zurück lassen ist armseelig. Aber ich bezweifel, dass es wirklich so schlimm zugeht.

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  • Franz-Josef Bals via Facebook

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    Sonderflug /Dortmund Damaskus !!!Bitte einsteigen.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Das meldet dazu der WDR aktuell: Trotz Protest keine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen: (16.40 Uhr)

    Die syrischen Flüchtlinge, die seit einer Woche in Dortmund demonstrieren, können nicht damit rechnen, dass das Bundesamt für Migration ihre Asylanträge schneller bearbeitet. Man mache keine Unterschiede zwischen demonstrierenden Flüchtlingen und allen anderen, was eine Grundhaltung des Amtes sei, sagte ein Sprecher auf Anfrage des WDR. Nahezu 100 Prozent aller Asylanträge von syrischen Staatsbürgern würden anerkannt, so der Sprecher. Für die protestierenden Flüchtlinge in Dortmund ist das kaum ein Trost, denn sie mussten zum Teil ihre Familien im syrischen Kriegsgebiet zurück lassen. Erst wenn sie als Asylbewerber in Deutschland anerkannt sind, können sie ihre Familien nachholen. Nach Behördenangabe werden Asylanträge bereits schneller bearbeitet: Im Durchschnitt innerhalb von fünf Monaten, im vergangenen Jahr waren es noch sieben Monate.

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  • Fürst

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    Die wollen (…) möglichst schnell in unser Sozialsystem, und das mit möglichst vielen Personen (teils zumindest nur auf dem Papier, damit die Leistungen höher ausfallen).

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  • Fürst

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    Gründlichkeit vor Schnelligkeit.
    Gut, daß sich das Amt nicht erpressen läßt. (…)

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